Abo

Rundschau PLUS abonnieren

Abo-Angebote

Artikel teilen

Schriftgröße ändern

Artikel zur Merkliste hinzugefügt

Rückgangig

Artikel von der Merkliste entfernt

Sie folgen nun

Rückgangig

Sie folgen

Königswinter Das „NIK-Haus“ hilft Flüchtlingen

Eine Spielwoche läuft derzeit rund um das „NIK-Haus“ in Oberpleis, das Anfang September offiziell eröffnet wird.

Eine Spielwoche läuft derzeit rund um das „NIK-Haus“ in Oberpleis, das Anfang September offiziell eröffnet wird.

Königswinter-Oberpleis – Im Februar gründete sich mit „NIK – Netzwerk Integration Königswinter“ ein Verein, der – wo nötig – kurzfristig praktische Hilfestellung für eine möglichst menschenwürdige Unterbringung und mittelfristig einen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten will. „Wir sind im Kontakt mit der Stadt und allen anderen in diesem Bereich Engagierten“, sagte Vasilija Dornbusch, die Vorsitzende des Vereins, „und wir sind auch bei den Runden Tischen dabei.“

Runde Tische gibt es derzeit in Königswinter zwei. Einmal den „Großen“, an dem die Stadt und alle Träger teilnehmen, und einmal den „Kleinen“, bei dem es um die Flüchtlinge in der Paul-Moor-Schule geht und diejenigen, die dezentral in Wohnungen untergebracht sind. „Wir möchten einfach schneller agieren können und sinnvolle Zusatzangebote bereithalten“, unterstrich Silke Fielers die Intention des Vereins, der auch für die Paten und Betreuer der Flüchtlinge als Anlaufstation dienen soll.

Mit viel Elan haben die Mitglieder des Vereins – 30 derzeit insgesamt und 15 Aktive – die Räume renoviert, die sie im Haus Dollendorfer Straße 34 im Mathildenpark bezogen haben. Neben einem Büro und einer Küche ist es ein Versammlungsraum, der nun für Sprachkurse, Zusammenkünfte und auch Angebote wie Nähstube oder Frauencafé genutzt werden kann.

Beschäftigungssituation von Flüchtlingen im Fokus

Barbara von Wagenhoff arbeitet hier gerade mit Flüchtlingen im Deutschkurs, die aufgrund ihres Status keinen Anspruch auf einen Sprachkurs hätten und leitet auch Integrationskurse der Volkshochschule Siebengebirge. Auch an ein Jugendcafé ist bei der Raumnutzung gedacht oder an Filmabende. Besonders im Blick hat der Verein die Beschäftigungssituation der Flüchtlinge, und so soll neben der bereits angelaufenen gärtnerischen Betätigung in der Paul-Moor-Schule auch eine Fahrrad-Werkstatt in der angrenzenden Garage eingerichtet werden und später sollen hier Ein-Euro-Kräfte arbeiten.

Starten konnte der Verein durch eine Anschubfinanzierung der Hilfsorganisationen Help und Care Deutschland und Luxemburg und soll nun durch Mitgliedsbeiträge und Spenden weitergeführt werden. Gern werden weitere Mitglieder, die sich auch mit ihren Ideen einbringen sollen, aufgenommen.

In dieser Woche läuft im und um das NIK-Haus herum die zweite Spielewoche, die bis Donnerstag täglich von 14 bis 16 Uhr stattfindet. Geplant ist auch noch ein Verkehrssicherheitstraining für Kinder und Eltern, das Polizeihauptkommissar Eich Klaus leiten wird.

Die offizielle Eröffnungsfeier des NIK-Hauses findet am 9. September ab 16 Uhr statt; Dollendorfer Straße 34.