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SchwimmtreffBetrieb im Hallenbad der Stadt Königswinter geht trotz Insolvenzverfahren weiter

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Blick in ein Hallenbad, am rechten Rand steht ein Drei-Meter-Sprungturm.

Blick in das Hallenbad Königswinter. Dessen Betreiber Schwimmtreff GmbH ist insolvent.

Die Schwimmtreff Hallenfreizeitbad GmbH ist insolvent. Sie managt seit 1997 für die Stadt Königswinter das Hallenbad in der Altstadt.

Über das Unternehmen Schwimmtreff Hallenfreizeitbad GmbH ist ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Bonn Joscha Stothfang (Bonn) bestellt. Das Hallenbad in der Altstadt bleibt aber geöffnet, so die telefonischen Angaben einer Mitarbeiterin am Donnerstag (28. Mai) gegenüber dieser Zeitung. Schwimmtreff-Geschäftsführer Ingolf Pott ließ über die Mitarbeiterin mitteilen, dass er sich gegenüber der Presse zur Insolvenz nicht äußern wolle und verwies auf die Stadt Königswinter.

Welche Folgen hat die Insolvenz für den weiteren Betrieb? „Die Verwaltung ist im engen Austausch mit dem Betreiber und der Insolvenzverwaltung und versucht, den Betrieb aufrecht zu halten.“ Stand jetzt drohe keine Schließung des Schwimmbades, hieß es von der Stadt am Donnerstag auf Anfrage weiter. Sie unterstütze den Betreiber im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

„Die Stadt Königswinter hat bereits einen neuen Betreiber finden können“

Aber: „Die Stadt hat bereits einen neuen Betreiber im Rahmen einer Ausschreibung finden können. Vorbehaltlich des noch ausstehenden Ratsbeschlusses wird bereits der Betriebsübergang geplant.“ Der künftige Betreiber für das Hallenbad solle auch das zurzeit geschlossene Lemmerz-Freibad bewirtschaften, wenn es fertiggestellt sei.

Auch Insolvenzverwalter Joscha Stothfang betonte auf Anfrage: „Der Badebetrieb soll uneingeschränkt fortgeführt werden. Alle Kurstermine finden regulär statt.“ Zu den Gründen für die Insolvenz erklärte er: „Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind insbesondere auf die in den vergangenen Jahren massiv gestiegenen Energie- und Heizkosten zurückzuführen.“ Gerade der Betrieb eines Hallenfreizeitbades sei in besonderem Maße von hohen Gas- und Energiekosten abhängig.

Das Hallenbad in Königswinter.

Das Hallenbad in Königswinter.

„Die erheblichen Preissteigerungen haben die wirtschaftliche Belastung des Unternehmens nachhaltig verschärft.“ Für eine erfolgreiche Fortführung sei die Unterstützung der Stadt Königswinter nötig. Da sei man in guten Gesprächen. Stothfang: „Die Mitarbeitenden werden am Montag (1. Juni) über das vorläufige Insolvenzverfahren in einer Betriebsversammlung informiert. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld abgesichert.“

Der Schwimmtreff mit seinen Geschäftsführern Claudia Pott, Elke Stoll und Ingolf Pott betreibt seit sage und schreibe 1997 für die Stadt Königswinter das Hallenbad in der Altstadt. Zunächst managten sie das alte Lemmerz-Bad aus den 1970er Jahren, nach dessen Abriss und einem elf Millionen Euro teuren Neubau in den Jahren 2020/2022 übernahmen sie auch den Betrieb des neuen Schwimmbades.

Einige Jahre betreute der Schwimmtreff zudem das städtische Lemmerz-Freibad am Drachenfels. Unter anderem wegen fehlenden Fachpersonals bat das Unternehmen 2023 um Entlassung aus dem Vertrag, was der Rat 2024 tat. Seither ist das Freibad geschlossen und soll – so der derzeit aktuelle Zeitplan – bis zur Saison 2028 für mehr als neun Millionen Euro saniert und modernisiert werden.

Im April 2021 unterzeichneten der damalige Bürgermeister Lutz Wagner und die damalige Sportdezernentin Heike Jüngling, inzwischen Bürgermeisterin der Stadt, mit den drei Geschäftsführern den entsprechenden Vertrag. Die Stadt zahlt für den Betrieb einen Zuschuss, im Jahr 2025 waren das laut Etatentwurf 2026 knapp 600.000 Euro. Lutz Wagner hatte seinerzeit betont, dass die extrem hohe Zahl von 130.000 Besuchern im Jahr vor allem den attraktiven Öffnungszeiten – von morgens bis abends und fast das ganze Jahr über – zu verdanken seien. Hinzu kommen zahlreiche Schwimm- und Gesundheitskurse.