Der Wasserohrbruch im Berggebiet von Königswinter war gravierender als zunächst gedacht. Am Mittwochabend (1. Juli) waren die Probleme vorerst behoben.
RohrbrücheProbleme bei der Wasserversorgung in Teilen von Königswinter vorerst behoben

Tief graben musste der Reparaturtrupp auf der Rosenaustraße.
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Der Rohrbruch an einer Hauptversorgungsleitung, der im Berggebiet von Königswinter zu Beeinträchtigungen bei der Trinkwasserversorgung geführt hatte, war erst am Mittwochabend vorerst behoben, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Freiwillige Feuerwehr Königswinter rüstete sich für den Fall, dass es zu einem Brand kommen und nicht genug Löschwasser zur Verfügung stehen sollte.
Der Wasserbeschaffungsverband Thomasberg (WBV), der für die Versorgung in Teilen des Berggebiets zuständig ist, aber auch einzelne Orte in Hennef und Sankt Augustin versorgt, arbeite mit Hochdruck an der Beseitigung der Leckage, die an einer der Hauptversorgungsleitungen zum Wasserbehälter im Bergbereich aufgetreten sei, so die Mitteilung am Dienstag. Das Problem war offenbar schon am Montagabend unter anderem in der Rosenaustraße entstanden.
Verband bestätigt mehrere Rohrbrüche an der Hauptwasserleitung
Auf seiner Homepage berichtete der WBV am Mittwochmorgen, dass es „mehrere Rohrbrüche an einer Hauptwasserleitung“ gegeben habe. Durch die Reparaturen könne es „in großen Teilen des Versorgungsgebietes zu Druckschwankungen, leichten Trübungserscheinungen und Verfärbungen kommen, die aber unbedenklich sind. Zusätzlich kann es mehrfach zu einer kurzfristigen Unterbrechung der Wasserversorgung kommen“.
Die Stadt Königswinter teilte am Vormittag mit, dass die Reparaturarbeiten an der betroffenen Wasserleitung „unter laufendem Betrieb“ durchgeführt würden, um die Einschränkungen für die Abnehmer so gering wie möglich zu halten. Am Abend hieß es, die Wasserversorgung habe vollständig wieder aufgenommen werden können.

Eine weitere Bruchstelle tat sich unter dem Fußweg zwischen dem Weiher und dem Haus Schlesien in Heisterbacherrott auf.
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Dass die Wasserleitung an mehreren Stellen gebrochen war, zeigte sich schon am Dienstagabend. Ein Reparaturtrupp hatte zunächst in der Rosenaustraße bis in rund zwei Meter Tiefe graben müssen. Bald darauf passierte das auch in der Nähe von Haus Schlesien, wo unter einem Weg am Weiher das Rohr freigelegt wurde.
Gerrit Schnitzer, Geschäftsführer des WBV Thomasberg, sagte auf Anfrage, dass die betroffene Leitung viele Jahre unauffällig gewesen sei und man keinen Verdacht hätte haben können, was einen möglichen Schaden angeht. Er vermutete, dass die große Hitze der vergangenen Tage Auslöser gewesen sein könnte. Durch den sehr hohen Wasserverbrauch komme es zu hohem Druck und zu Druckschwankungen, die zu den Schäden geführt haben könnten.
Reparaturarbeiten gestalteten sich sehr schwierig
Die Reparaturarbeiten gestalteten sich sehr schwierig, unter anderem weil die Baugruben durch die Lecks unter Wasser standen, so Schnitzer. Deshalb habe man einen Saugbagger organisieren müssen. Hinzu komme in der Rosenaustraße, dass viele Versorgungsleitungen eng beieinander liegen. Nicht zuletzt hätten sich handelsübliche Manschetten zum Umschließen der undichten Stellen als nicht ausreichend herausgestellt

Ein Saugbagger kam in der Rosenaustraße zum Einsatz.
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Ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter sagte auf Anfrage dieser Zeitung, dass man mit Blick auf die Löschwasserversorgung vorerst auch bei Alarmen von Brandmeldeanlagen oder Alarmierungen der relativ niedrigen Stufe B2 den in Heisterbacherrott stationierten Löschtankwagen losschicke, der 14.000 Liter Wasser transportiert. Weitere Tankwagen gebe es in der Altstadt und in Hennef, beim Rhein-Sieg-Kreis könnten notfalls weitere geordert werden.
Laut WBV-Geschäftsführer Gerrit Schnitzer hat die Feuerwehr eine Liste mit den Orten bekommen, an denen sie problemlos Löschwasser entnehmen könnte.
Die Stadt hatte die Bürgerinnen und Bürger am Dienstag darum gebeten, „Wasser ausschließlich für unaufschiebbare Zwecke zu verwenden. Auf alle entbehrlichen Wasserverbräuche – beispielsweise die Gartenbewässerung, das Befüllen von Pools oder andere wasserintensive Tätigkeiten – ist bis auf Weiteres konsequent zu verzichten“.
In einer um 0.22 Uhr in der Nacht zu Mittwoch veröffentlichten E-Mail hieß es, dass die Stadt derzeit gemeinsam mit der Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr tage, um den aktuellen Sachstand zu erfahren und den WBV „bestmöglich zu unterstützen“. Auch am Mittwoch gab es zahlreiche Krisensitzungen.

Eventuell wird das Wasser im gekennzeichneten Bereich zwischen 12 und 14 Uhr abgestellt.
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Am Mittwochabend kam dann die vorläufige Entwarnung. Aber in den nächsten Tagen würden die Schadstellen erneut überprüft und überwacht, so die Stadt. Zudem müssten weitere Arbeiten durchgeführt werden. Sollte es zu weiteren reparaturbedingten kurzzeitigen Abschaltungen oder Einschränkungen kommen, würden der WBV sowie die Stadt Königswinter informieren.
