Dank des niedrigen Rheinpegels stieß die Feuerwehr in Niederdollendorf bei einer Übungsfahrt mit dem neuen Rettungsboot auf eine „Autoleiche“.
RheinpegelWie die Feuerwehr in Königswinter auf eine „Autoleiche“ stieß

Nicht mehr viel zu erkennen: Die Reste eines Fiat 126 am Rhein bei Niederdollendorf.
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Der Rhein hat dank seines niedrigen Pegels viel Verborgenes freigegeben, darunter zuletzt Ankerketten in Bad Honnef oder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Bonn. Einen recht ungewöhnlichen Fund machte aber die Löscheinheit Niederdollendorf der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter: Sie entdeckte ein Autowrack, das sich als Fiat 126 entpuppte. Am Dienstag hat das Wasser-und Schifffahrtsamt die „Autoleiche“ geborgen.
Bei einer Ausbildungs- und Übungsfahrt mit dem erst im April offiziell getauften neuen Rettungsboot sei einem Kameraden nahe der Stelle, an der die Wehr das Boot zu Wasser lässt, Anfang August ein „großer Stein“ aufgefallen, berichtet Thilo Hoffman, der Chef der Löscheinheit Niederdollendorf. Man habe die Stelle mit einem Fender markiert.
Der „große Stein“ war vermutlich ein Teil der Motorhaube
Dann aber sei der Pegel weiter gefallen – und man habe ein Auto erkennen können. Der „große Stein“ war vermutlich ein Teil der Motorhaube gewesen, so Thilo Hoffmann gegenüber dieser Zeitung. Die Niederdollendorfer informierten ihre Wehrführung, das Ordnungsamt, die Polizei und die Wasserschutzpolizei schauten sich den Fund an, und am Dienstag schließlich hat das Wasser- und Schifffahrtsamt das Auto mit einem Kran geborgen.
Laut einer Mitteilung der Polizei in Duisburg handelt es sich bei dem stark beschädigten Auto vermutlich um ein Modell eines Fiat 126, das zwischen 1976 und 1984 produziert wurde. Aufgrund der starken Korrosion und des schlechten Zustands habe man keine Hinweise mehr auf den Besitzer finden können. „Vermutlich lag der Kleinwagen schon seit vielen Jahren im Wasser.“
Ein „moderneres Wrack“ sei unterdessen bei einer Wassertiefenmessungen in Köln bei Rhein-Kilometer 710 gefunden worden. Dort wurde am 12. August ein Toyota Yaris geborgen. Ermittlungen ergaben, dass der Wagen vor zwölf Jahren gestohlen worden war. Hinweise auf Kapitaldelikte oder Vermisstenfälle gebe es nicht. „Die Autoleichen dürfen nun fachgerecht entsorgt werden“, heißt es im Polizeibericht aus Duisburg.
Die Mitglieder der, wie sie historisch heißt, Wasser- und Feuerwehr Niederdollendorf absolvieren mit dem neuen Rettungsboot viele Ausbildungs- und Übungsfahrten sowohl am Tag als auch in der Nacht, berichtet Thilo Hoffmann. Die Kameraden müssen mit der Technik des Bootes vertraut werden. Das rund 6,90 Meter lange und 200 PS starke Boot ist deutlich leistungsstärker, moderner und kompakter als sein Vorgänger, einem 20 Jahre alten Mehrzweckboot.
