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VeranstaltungSchloss Drachenburg in Königswinter lädt wieder zu „(K)ein Weihnachtsmarkt“ ein

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Die illuminierte Drachenburg

Die Veranstaltung auf Schloss Drachenburg soll auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher anlocken. Veranstalter rechnen mit frühzeitigem Ausverkauf.

Wenn die Dämmerung über dem Siebengebirge einsetzt und die Lichter von Schloss Drachenburg sichtbar werden, beginnt auf dem Drachenfels eine besondere Adventszeit. An acht Tagen – jeweils samstags und sonntags an den vier Adventswochenenden – lädt das Schloss auch in diesem Jahr zu „(K)ein Weihnachtsmarkt“ ein. Von 14 bis 19 Uhr stehen nicht möglichst viele Verkaufsstände im Mittelpunkt, sondern das historische Gebäude, Musik, Beleuchtung und das gemeinsame Erleben. Der Name der Veranstaltung ist bewusst gewählt. „Es ist kein Weihnachtsmarkt in dem Sinne“, sagt Alexandra von dem Brinke, Prokuristin von Schloss Drachenburg. Zwar gebe es Stände mit Speisen, Getränken und einigen Waren. Das typische Gedränge und der auf Konsum ausgerichtete Charakter großer Stadtmärkte wie der in Bonn oder Köln seien jedoch nicht das Ziel. „Das ist bei uns nicht der Fall. Wir wollen es auch nicht.“

Das Schloss wird zur Kulisse für ein adventliches Programm

Stattdessen soll das Schloss selbst zum eigentlichen Erlebnis werden. „Das Schloss steht im Vordergrund. Es geht um den Besuch des Hauses, und das Schloss wird belebt“, erklärt von dem Brinke. Die historischen Räume, die Architektur und der Park werden zur Kulisse für ein adventliches Programm. Musikerinnen und Musiker begleiten die Nachmittage und Abende, mit Einbruch der Dunkelheit werden Fassaden, Türme und Teile des Parks illuminiert. Für Kinder gehört ein historisches Karussell zum Angebot. Winterliche Speisen und Getränke runden das Programm ab.

Die Wurzeln des Formats reichen bis in die Zeit vor der Corona-Pandemie zurück. Damals lockte die „Einzigartige Weihnachtszeit“ zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Drachenburg. Die Pandemie bedeutete eine Zwangspause und zwang die Verantwortlichen zugleich, das Konzept neu zu denken. Aus der zunächst entwickelten „Adventszeit“ entstand schließlich 2025 „(K)ein Weihnachtsmarkt“.

Entschleunigung und Gemütlichkeit im Fokus

Die Veranstaltung soll sich bewusst von einem klassischen Einkaufsmarkt abheben. Die provokante Schreibweise mit dem eingeklammerten „K“ macht diese Abgrenzung sichtbar.

„Wir wollen dieses gemütliche Beisammensein vermitteln, nicht dieses Hektische“, sagt von dem Brinke. Die Veranstaltungszeit ab 14 Uhr sei deshalb bewusst gewählt. Wenn es dunkler werde, setze die besondere Stimmung ein: „Raus aus dem hektischen Alltag. Dieses Gefühl kommt, wenn die Dämmerung einsetzt.“ Besucher sollen Zeit haben, die Räume zu besichtigen, durch den Park zu spazieren, Musik und Darbietungen zu erleben und den Blick über das winterliche Rheintal zu genießen.

Die Drachenburg wird leuchten.

Veranstalter rechnen mit frühzeitigem Ausverkauf

Dass das Konzept auf Interesse stößt, belegt der Kartenverkauf. Die Veranstalter rechnen erneut mit einem frühzeitigen Ausverkauf der acht Termine. Pro Veranstaltungstag sind höchstens 2000 Gäste vorgesehen. Die Begrenzung soll den Besuch entzerren und zugleich dem besonderen Ort Rechnung tragen. Schloss Drachenburg liegt inmitten der geschützten Landschaft des Siebengebirges. Ein unkontrollierter Besucherstrom würde daher nicht zum Anspruch der Veranstaltung passen.

Die Eintrittskarten sind ausschließlich im Vorverkauf auf der Website des Schlosses erhältlich. Erwachsene zahlen zehn Euro, Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren sowie Menschen mit Schwerbehindertenausweis zahlen acht Euro. Ein Familienticket für bis zu zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 25 Euro. Kinder unter sechs Jahren sowie Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „B“ haben freien Eintritt und benötigen kein Ticket. Die Fahrt mit der Drachenfelsbahn ist nicht im Eintrittspreis enthalten. Auch Jahreskarten gelten für die Sonderveranstaltung nicht. Aufgrund der erwarteten Nachfrage sollten sich Interessierte frühzeitig um Eintrittskarten kümmern.

Das Publikum der vergangenen Veranstaltungen war nach Angaben der Prokuristin unterschiedlich zusammengesetzt. Neben Gästen aus Königswinter und der Region kommen auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher von außerhalb. „Wir haben sehr viele internationale Gäste“, berichtet von dem Brinke. Das Schloss sei durch Bilder und Beiträge im Internet auch über die Region hinaus bekannt geworden. „Wir kriegen englischsprachige Anfragen, die Bilder vom letzten Jahr gesehen haben und es dieses Jahr unbedingt selbst sehen wollen.“