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Lange WartezeitenWieder einmal Stau im Bonner Dienstleistungszentrum

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Der Bonner OB Ashok Sridharan.

Bonn – Weil die Bonner wieder länger auf einen Termin im Dienstleistungszentrum warten müssen, haben die Beschwerden zugenommen. Wer beispielsweise einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragen will, bekommt online die nächsten freien Termine im Mai angezeigt.

„Wir bitten für die Engpässe um Entschuldigung“, erklärte Marc Hoffmann, stellvertretender Pressesprecher der Stadt. Aufgrund der aktuell sehr hohen Nachfrage an Terminen seien die verfügbaren Kapazitäten leider schnell erschöpft. Er rät, die tagesaktuell freigegebenen Termine im Internet zu verfolgen und verweist darauf, dass derzeit einige neue Kollegen eingearbeitet werden, die in Kürze im täglichen Terminbetrieb eingesetzt werden können.

Öffnungszeiten wurden 2019 verlängert

Schon 2018 hatte es Beschwerden wegen langer Wartezeiten im Dienstleistungszentrum gegeben. Daraufhin hatte sich Oberbürgermeister Ashok Sridharan nach einigem Hin und Her in Gesprächen mit den Mitarbeitern und dem Personalrat auf längere Öffnungszeiten geeinigt, die im März 2019 in Kraft traten.

Mit der beschlossenen Neuregelung sollten den Bürgern bis zu 800 zusätzliche Termine pro Monat angeboten werden. Dienstags, mittwochs und freitags öffnen die Schalter bereits um 7.30 Uhr statt wie bisher um 8 Uhr.

Viele Bürger wollen ihren Ausweis verlängern

Ein Grund für die hohe Nachfrage an Terminen ist laut Hoffmann, dass kürzlich Bürger angeschrieben wurden, um sie an die notwendige Verlängerung ihres Ausweises zu erinnern, weil dieser in Kürze abläuft. Diesen besonderen Service gibt es seit Anfang 2016. Die Stadt macht Bürger mit einem Vorlauf von einigen Monaten darauf aufmerksam, dass ihre Dokumente ablaufen, damit sie diese rechtzeitig neu beantragen können.

Außerdem will die Stadt damit laut Hoffmann die Termintreue verbessern und die Zahl der so genannten „Notfälle“ reduzieren. „Damit sind zum Beispiel Fälle gemeint, wenn Bürger kurz vor der Reise feststellen, dass Personalausweis oder Reisepass abgelaufen oder nicht aufzufinden sind“, so der Stadtsprecher.

Manche Zeiten werden durch Stornierungen frei

Diese Fälle müssten dann über die verfügbaren Kapazitäten hinaus bearbeitet werden, was zu Verzögerungen im täglichen Betriebsablauf und eventuell zu längeren Wartezeiten für die Bürger führe.

Die Bürger könnten zudem darauf hoffen, noch einen der Termine zu ergattern, die morgens zwischen 7.45 Uhr und 8 Uhr ins Internet eingestellt werden. Dabei handelt es sich laut Hoffmann um Zeiten, die durch Stornierungen frei geworden sind.

Bislang waren einige Stellen unbesetzt

Die Stadt geht ferner davon aus, dass die Vorlaufzeiten bei der Terminreservierung wieder kürzer werden, wenn das neue Personal eingearbeitet ist. Bislang waren wohl einige Stellen unbesetzt.

„Wir bekommen einige Beschwerden wegen der langen Vorlaufzeiten für die Terminvergabe“, sagte der Stadtsprecher. Es gebe aber auch viele positive Rückmeldungen von Bonnern, die einen Termin wahrgenommen und sich über den reibungslosen Ablauf gefreut hätten.