An der gleichen Adresse hatte es schon im April gebrannt. Eine Matratze im Treppenhaus hatte Feuer gefangen.
Vier Menschen im KrankenhausBrand in Meckenheimer Hochhaus – 75 Personen mussten das Gebäude verlassen

Schon im April hatte das Hochhaus in Meckenheim gebrannt. Damals mussten Personen mit der Drehleiter gerettet werden. (Archivbild)
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Erneut hat es in einem Hochhaus an der Adendorfer Straße in Meckenheim gebrannt. Die Freiwillige Feuerwehr war um 1.18 Uhr alarmiert worden. Vier Menschen wurden leicht verletzt.
Die Adresse an der Adendorfer Straße kennen die Einsatzkräfte schon, dort mussten sie bereits öfter ein Feuer löschen, zuletzt im April. Das Gebäude ist Teil eines achtstöckigen Hochhauskomplexes. Das Feuerwehrgerätehaus liegt nur eine Straße weiter. „Diesmal brannte eine Matratze in einem Treppenhaus“, berichtete Niklas Otto, Pressesprecher der Feuerwehr. „Sie lag im fünften Stock. Die Anwohner hatten sie bei unserem Eintreffen schon abgelöscht, aber der Rauch war durch die darüber liegenden Etagen gezogen. Sie sind jetzt unbewohnbar.“
75 Personen mussten das Hochhaus verlassen
Wegen der Vielzahl der Bewohnerinnen und Bewohner sei die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte angefordert worden. Rund 75 Personen hätten das Gebäude verlassen müssen. „Einige haben wir durch das Treppenhaus nach unten gebracht.“ 23 Menschen wurden vom Rettungsdienst, der ebenfalls mit starken Kräften vor Ort war, untersucht. „Sechs Personen wurden zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus gebracht“, sagte Otto. Die übrigen warteten in einem Linienbus, den die Einsatzleitung bestellt hatte, auf das Ende des Einsatzes.
Für die Feuerwehr war es der zweite große Einsatz in diesem Jahr in diesem Haus. Am Abend des 20. April hatte bereits Unrat im Keller gebrannt, mehrere Menschen hatten damals mit der Drehleiter aus den oberen Stockwerken gerettet werden müssen. Mehrere Personen waren verletzt worden. Bewohnerinnen und Bewohner berichteten von chaotischen Zuständen in dem Haus, die Hausverwaltung vernachlässige das Gebäude. „Die Menschen hatten nach unserer Information erst am Montag nach der Renovierung in ihre Wohnungen zurückkehren können. Drei Tage später mussten sie erneut für längere Zeit raus“, sagte Niklas Otto.
Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise. Wer in der Nacht auf Freitag zwischen 1 Uhr und 1.30 Uhr etwas Verdächtiges an dem Hochhaus wahrgenommen hat, wird gebeten, sich unter der Nummer 0228/150 oder per Mail an kk1.bonn@polizei.nrw.de bei der Polizei zu melden. (mfu)