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Flutzug von der AhrRegionalbahn nachts durch Meckenheim bugsiert

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Meckenheim – Der Flutzug aus dem Ahrtal steht am Mittwochmittag schon auf der Schiene am Meckenheimer Bahnhof. Für die Spedition Kübler aus dem Landkreis Schwäbisch Hall ist damit die Arbeit getan. „Wir konnten im Ahrtal schneller verladen als gedacht, und auch der Transport hier rüber hat reibungslos geklappt. Alles in allem waren wir nur drei Stunden unterwegs“, berichtete Schwertransportkoordinator Florian Kurr.

„Das engste Stück war dann hier in Meckenheim. Bei der Durchfahrt eines Verkehrskreisels waren die Achsen hinten gerade drin, und die Zugmaschine hatte vorne nur noch zwei oder drei Meter Platz“, sagt Kurr. Luxus in seinem Gewerbe, wo es doch oft um Zentimeter geht, wie etwa bei der Höhe des mit 5,3 Metern genehmigten Spezialtransports, der letztlich 5,28 Meter hoch war. Das war vor allem bei der Durchfahrt des Ditschhardt-Tunnels bei Altenahr und der kurz danach über die Bundesstraße führenden Brücke entscheidend. Kurr: „Dort an der Brücke  waren dann wirklich nur noch wenige Zentimeter Luft, und wir sind Schrittgeschwindigkeit gefahren.“

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An Gelsdorf vorbei nach Meckenheim rein war es über die Landstraßen fast ein Kinderspiel. „Wir sind in Meckenheim an der Tankstelle abgebogen, und gegen die Fahrtrichtung durch die Klosterstraße, am zweien Kreisel dann rechts“, beschreibt Kurr den Weg.

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Jedes Mal mussten an den Kreisverkehrsplätzen die Richtungsgebotsschilder abmontiert werden. Die seien aber dafür vorgesehen und steckten in Hülsen, die auf- und wieder zugeschraubt werden könnten, erklärte der Fachmann.

Sieben Speditionsmitarbeiter, Bahnsicherheit und Polizei begleiteten den Transport, alles in allem etwa 20 Kräfte. Während die Spedition schon einpacken konnte, platzierte ein Kranführer bereits die drei Teile des Dieseltriebwagens auf der Schiene. Von Meckenheim aus soll der 81 Meter  lange  Zug vom Typ Alstom  Coradia Lint 81 laut Bahn am Donnerstag  von der Firma Rail Adventure nach Köln in die Werkstatt geschleppt werden – also auf eigener Achse rollend. Dazu sind aber noch einige Vorarbeiten notwendig.

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