LebensmittelausgabeTafel in Meckenheim im „Coronabetrieb“

Im umgestalteten Ausgaberaum: Dietmar Botschek (l.) und Uwe Petersen. Am Montag fehlten noch die Richtungspfeile, Abstandsmarkierungen und der „Spuckschutz“ an der Ausgabe.
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Meckenheim – Mit Hochdruck wurde in der Meckenheimer Ausgabestelle der Tafel Rheinbach-Meckenheim gearbeitet. Allerdings wurden noch keine Lebensmittel zusammengestellt, das Team um den Vorsitzenden Uwe Petersen war damit beschäftigt, die Einrichtung auf „Coronabetrieb“ umzustellen. Heute will die Tafel den Betrieb wieder aufnehmen.
Laut Petersen sind die Ausgabezeiten an der Neustraße in Meckenheim dienstags und donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr und ab morgen mittwochs von 14 bis 16 Uhr sowie freitags, 11.45 bis 13 Uhr, im neuen Sozialzentrum an der Industriestraße 39 in Rheinbach. Dorthin ist auch der Förderverein der Rheinbacher Georgspfadfinder mit seinem Möbellager und der Fahrradwerkstatt gezogen und wartet auf die Freigabe.
Zum Schutz der ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie der Tafelkunden wurden die Räume an beiden Standorten so umgerüstet, dass die Regeln über die Kontakteinschränkungen eingehalten werden können. Zusätzlich soll je Haushalt nur eine Person zur Abholung der Lebensmittel kommen, im Wartebereich und in den Tafelräumen müssen die vorgeschriebenen Abstandsregeln – mindestens 1,5 Meter – eingehalten werden und vor dem Betreten der Räume bereitgestellte Einmalhandschuhe anziehen. Der Zutritt wird durch Türsteher überwacht. „Entscheidende Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Tafel ist allerdings, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger und insbesondere Soldatinnen und Soldaten der Rheinbacher Kaserne ihre Hilfe bei dem unter Corona-Bedingungen aufwendigeren Tafelbetrieb angeboten haben“, sagte Petersen.
Nach der Schließung am 16. März hatte die Tafel zunächst ein Lieferkonzept entwickelt und in einem Testbetrieb mit einer geringen Zahl an Haushalten geübt. „Dabei hat sich gezeigt, dass die Tafel mit einem solchen Betrieb nur einen Teil ihrer Kunden bedienen kann“, so der Vorsitzende. Weitere Schwachpunkte seien die Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften und der hohe Aufwand für die Auslieferung gewesen. (Bir)
