Zwei Großbrände in einer Nacht sind äußerst selten, doch die Meckenheimer Einsatzkräfte behielten die Kontrolle und meisterten beide Situationen erfolgreich.
Viel Arbeit für die FeuerwehrZwei Großbrände in Meckenheim in nur einer Nacht

Ein Wohnhaus in der Paulusstraße in Altendorf brannte. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Dachstuhl in Flammen.
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Es war eine ereignisreiche Nacht für die Meckenheimer Feuerwehr: Am Samstagabend wurden sie zu gleich zwei Großeinsätzen gerufen. In beiden Fällen brannten Wohnhäuser, die die Wehrleute nur mit immensem Aufwand löschen konnten.
Um 19.24 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst wegen einer brennenden Garage in der Professor-Scheeben-Straße in Alt-Meckenheim alarmiert. Wie Pressesprecher Jens Hapke berichtete, lagerten dort 1.500 Liter Diesel. Dies trug zur schnellen Brandausbreitung bei, innerhalb von neun Minuten wurde zwei Mal die Alarmstufe erhöht, weitere Kräfte hinzugerufen. Auch aus Rheinbach kamen Einheiten herbei.
Feuer griff in Meckenheim auf den Dachstuhl über
Das Feuer griff auf den Dachstuhl und eine angrenzende Wohnung über. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde vom Rettungsdienst untersucht. Das Haus ist unbewohnbar. Gegen 21 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, bald konnten die Wehrleute in die Gerätehäuser zurückkehren.
Doch lange währte die Nachtruhe nicht, denn gegen 1.45 Uhr ertönten erneut die Melder. „Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“ lautete das Alarmstichwort. Ein Wohnhaus in der Paulusstraße in Altendorf brannte. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Dachstuhl in Flammen. Funken stoben in den Nachthimmel.
Zunächst wurde ein Person vermisst
Durch eine Riegelstellung verhinderten die Wehrleute zunächst, dass die Flammen auf das Nachbarhaus überschlugen. Auch hier kamen zehn Kräfte aus Rheinbach als Unterstützung hinzu. Zwischenzeitlich wurde eine 90-jährige Seniorin vermisst. Zum Glück stellte sich später heraus, dass Nachbarn sie rechtzeitig aus dem brennenden Haus geführt hatten. Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Morgen. Der Malteser-Hilfsdienst stellte die Verpflegung der Einsatzkräfte sicher.
„Zwei aufeinanderfolgende Großbrände in einer Nacht sind äußerst selten, doch unsere Einsatzkräfte behielten die Kontrolle und meisterten beide Situationen erfolgreich“, sagte Pressesprecher Jens Hapke.
