In Rheinbach hat der Rückbau des seit 2005 leer stehenden Gebäudes begonnen und soll bis Ende Februar 2027 dauern.
AbrissAltes Hotel in Rheinbach wird endlich abgerissen

Die Tage des alten Hotels in der Rheinbacher Kernstadt sind gezählt.
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Es geht tatsächlich los: Der Abriss des ehemaligen Hotels an der Ecke Löherstraße/Vor dem Voigtstor hat begonnen. Wie die Stadt Rheinbach mitteilt, laufen derzeit die Vorbereitungen für den schrittweisen Rückbau des seit rund 20 Jahren leer stehenden Gebäudes. Damit macht die Verwaltung zugleich den ersten Schritt zur Umgestaltung der Kreuzung von Hauptstraße, Löherstraße und „Vor dem Voigtstor“. Das ist wiederum ein wichtiger Baustein für das Ziel, die Verkehrsführung in der Innenstadt neu zu ordnen und den Durchgangsverkehr künftig auf alternative Routen zu verlagern.
Entkernung bis zum Jahreswechsel, Abschluss im Februar 2027
Im ersten Bauabschnitt soll das Hotel voraussichtlich bis zum Jahreswechsel entkernt werden, teilt die Stadt mit. Anfang 2027 gehe es dann daran, die Fassaden zurückzubauen und die Baugrube anschließend wieder zu verfüllen. Mit einem Abschluss der Abrissarbeiten rechnet die Verwaltung für Ende Februar 2027. Das Vorhaben gestaltet sich insofern aufwendig, weil auch eine Schadstoffsanierung vonnöten ist. Eine Untersuchung hatte unter anderem asbesthaltige Baustoffe belegt.
Prominente Gäste
Seit 2005 war das Hotel geschlossen, in dem einst auch prominente Gäste wie „Derrick“-Darsteller Horst Tappert, Entertainer Ilja Richter oder Schauspielerin Heidi Kabel speisten und übernachteten. 36 Jahre lang führten Christel und Günter Kremmin das Hotel, das in den vergangenen Jahren mehr und mehr verfiel.
Ein Teil der nun frei werdenden Fläche soll künftig für den Verkehr so verbreitert werden, dass alle Kraftfahrzeuge den Knotenpunkt in beide Richtungen befahren können. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass weniger Verkehr über die Hauptstraße fließt. „Mit dieser Maßnahme machen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um unsere Innenstadt vom Verkehr zu entlasten und gleichzeitig attraktiver und lebenswerter zu gestalten“, äußert sich Bürgermeister Daniel Phiesel in der Pressemitteilung. „Besonders freut mich, dass wir nach dem Beschluss des Verkehrsentwicklungsplans nun so zügig in die konkrete Umsetzung kommen.“

Die Planung.
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Ende Juni hatte die Politik den Abriss auf den Weg gebracht. Bereits vor Jahren hatte es dafür schon mal Pläne gegeben. 2018 hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der den Abriss und einen Neubau vorsah. Damals wollte ein Investor dort ein dreigeschossiges Gebäude mit 14 Wohnungen errichten, und die Stadt sollte eine kleine Fläche zur Umgestaltung des Knotenpunkts nutzen. Aber aus dem privaten Projekt wurde nichts.
Sperrungen und Umleitungen während der Arbeiten
Während der nun begonnenen Arbeiten müssen sich Passanten auf Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Unter anderem plant die Stadt, die Löherstraße zeitweise für den Verkehr zu sperren. Entsprechende Umleitungen sollen eingerichtet werden.
„Natürlich wissen wir, dass die gleichzeitige Sanierung der L 113 durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW den Verkehr derzeit zusätzlich erschwert und den Verkehrsteilnehmenden einiges an Geduld abverlangt“, räumt Phiesel ein. „Doch bei allen vorübergehenden Einschränkungen dürfen wir auch das Positive nicht aus dem Blick verlieren. Überall in Rheinbach wird angepackt, vieles bewegt sich und wichtige Vorhaben nehmen sichtbar Gestalt an.“
Die Arbeiten an der L 113, die Ende August begonnen haben und bis April 2027 dauern sollen, dienen der Sanierung der Fahrbahn, aber auch Geh- und Radwege werden erneuert. Betroffen ist ein 1,9 Kilometer langes Stück. Die Arbeiten erfolgen in vier Abschnitten, die jeweils voll gesperrt werden.