Bei einem Unfall mit einem Bus in Rheinbach ist am Dienstagnachmittag eine Seniorin so schwer verletzt worden, dass sie in die Bonner Uniklinik geflogen werden musste.
Rettungshubschrauber im EinsatzSeniorin in Rheinbach von Bus überrollt

Eine Seniorin ist auf der Martinstraße, Ecke Weiherstraße, von einem Bus überrollt worden. In einem zweiten Bus (links) werden danach Kinder, die das mitansahen, seelsorgerisch betreut. Copyright: Petra Reuter
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Mit einem Rettungshubschrauber ist eine schwer verletzte 80-Jährige nach einem Unfall auf der Martinstraße in Rheinbach am Dienstagnachmittag in die Bonner Uniklinik geflogen worden. Sie war beim Versuch, die Fahrbahn zu überqueren, erst von einem Bus angefahren und dann überrollt worden.
Laut Polizei erlitt die Frau dadurch zunächst Verletzungen im Schulterbereich und in der Folge vor allem aber an beiden Unterschenkeln. Polizeisprecher Simon Rott sprach von „schweren Verletzungen und intensivmedizinischer Betreuung“.
Das Rheinbacher Ordnungsamt half bei der Absperrung des Unfallbereichs. Die Rheinbacher Feuerwehr setzte einen aufblasbaren Sichtschutz ein. Dennoch wurden etwa zehn Kinder – teils als Fahrgäste in dem Bus – Augenzeuge des Unglücks und mussten seelsorgerisch betreut werden. Dazu nutzten die Einsatzkräfte einen Linienbus der RVK aus dem Gegenverkehr, in dem Fachpersonal mit den Kindern das Gespräch über das Erlebte führen konnte.
Hinter einem Baum hervorgetreten
Das Unglück geschah laut Polizei um 13.39 Uhr. Der Bus einer Euskirchener Firma war gerade aus der Weiherstraße in die Martinstraße eingeschwenkt, als die alte Frau – so die ersten Ermittlungen – „hinter einem Baum hervor“ auf die Straße getreten sei. An dieser Stelle kürzen erfahrungsgemäß vor allem Friedhofsbesucher immer wieder gerne den Weg ab.
Auch am Abend war die Unfallstelle noch abgesperrt, weil die Spuren genau dokumentiert werden mussten. Ein Spezialteam der Polizei in Euskirchen rückte an, um diese Arbeit zu erledigen. Die Bonner Polizei verfügt nicht über solche Dokumentationstechnik, wohl aber die Kollegen aus Euskirchen. Das nächst nähere Unfallaufnahmeteam ist in Köln stationiert.
