Vierte Auflage des Rheinbacher BürgerlaufsOldtimer umgeschnallt und los!

Das Organisationsteam musste sich sputen, denn die rund 200 Läufer wollten unbedingt starten. Stimmung und Wetter waren hervorragend.
Copyright: Meike Böschemeyer
Rheinbach – Für Petra Schnieber ist der Rheinbacher Bürgerlauf ein richtiges Familienevent: „Unser jüngster Teilnehmer ist drei Jahre alt, Eltern, Erzieherinnen, alle laufen heute mit. Es wären noch mehr gewesen, wenn wir nicht Herbstferien hätten“, meinte die Leiterin der Kita „Wibbelstätz“. Nichtsdestoweniger stellte die Kita mit 30 Läuferinnen und Läufern gestern die größte Gruppe bei der vierten Auflage des Bürgerlaufs, organisiert von der Bürgerstiftung „Wir in Rheinbach“.
Bürgermeister Ludger Banken, der den Startschuss abfeuerte, freute sich, rund 200 sportbegeisterte Rheinbacher, „große und kleine, junge und lebenserfahrene“, in der Innenstadt begrüßen zu dürfen. Vier Runden liefen die Sportler, insgesamt waren es 6,4 Kilometer. Die schwierigste Etappe war laut Matthias Lutz vom Vorstand der Bürgerstiftung die Bachstraße, das einzige Teilstück mit einer leichten Steigung. 2017 rief die Stiftung des Laufereignis ins Leben, dann kam Corona dazwischen und damit eine zweijährige Zwangspause. Der Erlös aus dem Event kommt bedürftigen Familien in Rheinbach, Vereinen oder sozialen Einrichtungen zugute. Der Sportgedanke steht dabei weniger im Fokus, viel wichtiger ist der Spaß an der Sache, so Lutz. Daher waren wieder viele Teilnehmer mit kreativen Outfits an den Start gegangen.
Ein echter Hingucker war der riesige Rucksack, den Madeline Diedrich vom Team „Achims Sportshop“ geschultert hatte: rund 1,70 Meter groß mit einem stolzen Fassungsvermögen von 200 Litern. Allerdings sah das Teil schwerer aus als es war: „Der Rucksack wiegt fünf Kilogramm, er ist also recht leicht“, verriet Diedrich augenzwinkernd, „außerdem wechseln wir uns zwischendurch ab. Hauptsache, es macht Spaß, und das ist bei diesem tollen Wetter nicht schwer.“
Köstüme und Ehrungen

Kreative Verkleidungen gehören auch zum Bürgerlauf.
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Bei so viel Sonnenschein und blauem Himmel, da bekam der ein oder anderer Zuschauer sicherlich Lust auf ein leckeres Eis. Appetit jedenfalls machte nicht nur das Wetter, sondern auch das „Ice Cream-Dreamteam“ vom Himmeroder Wall. Alexander Guzzo und die Mitarbeiter seiner Eisdiele hatten sich als bunte Eistüten und mit Kochmützen verkleidet auf den Weg gemacht: „Die Stimmung ist einfach toll. Es macht richtig Spaß, denn wir kennen viele Leute, die am Wegesrand stehen und uns anfeuern.“ Andere Läuferinnen und Läufern kamen in Hundekostümen, mit Kinderwagen oder als Geister geschminkt. Andere hatten sich Oldtimer gebastelt und sie umgeschnallt – eine umweltfreundliche Hommage an die „Rheinbach Classics“.
Am Ende des Bürgerlaufs ehrten Ludger Banken und Matthias Lutz noch die ältesten Teilnehmer und die Gruppe mit den meisten Läufern. Mit 79 Jahren war Karl-Heinz Braun der älteste Herr, die beiden ältesten Damen waren Pia Grünberg und Adeline Schoden, beide 64 Jahre alt. Die drei erhielten Wellnessgutscheine für das Erlebnisbad „monte mare“. Und die größte Gruppe, Petra Schniebers „Wibbelstätz“, bekam einen Getränkegutschein über 150 Euro. Eingebettet war der Lauf in das Radrennen „Rund in Rheinbach“.
Erster Kalender
Die Bürgerstiftung präsentierte anlässlich des Bürgerlaufs auch den ersten „Rheinbacher Wimmelkalender“ für das Jahr 2023.
Die Künstlerin Silviana Stubig-Buchstab hat für jeden Monat bunte Kalenderblätter mit originellen Szenen aus der Glasstadt gezeichnet. Den Begleiter durch das Jahr gibt es für 18 Euro in der Buchhandlung Kayser, Hauptstraße 28. Der Erlös kommt wiederum der Bürgerstiftung zugute. (fes)
