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Wahrzeichen Tomburg in Rheinbach wird saniert

Rheinbach – Damit die Tomburg als weithin sichtbare Landmarke und wichtiges Wahrzeichen der Stadt erhalten werden kann, hat Ortskurator Michael Vangerow von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Bürgermeister Stefan Raetz eine Förderung von 60 000 Euro überreicht.

Die Tomburg-Ritter um Jörg Schnebele geben 2000 Euro und die Stadt selbst 80 000 Euro für die Sanierung der Bruchsteinblöcke und die Freilegung der Anlage. Start der Arbeiten, so Raetz, ist im April, da ein besonderer Mörtel verwendet wird, der nur bei mehr als fünf Grad Celsius verarbeitet werden kann und zudem lange trocknet.

Die Ruine steht auf einem 30 Meter hohen bewaldeten Basaltkegel oberhalb von Wormersdorf. Sie steht an der Stelle, an der sich vermutlich schon zu keltischer Zeit eine Schanze und in römischer Ära ein Militärposten befunden hat. In karolingischer Zeit entstand hier an der Heerstraße von Aachen nach Frankfurt ein Stützpunkt. Die Burg wurde erstmals im 11. Jahrhundert als Sitz der Pfalzgrafen erwähnt, später war sie im Besitz der Kölner Erzbischöfe und noch später ging sie an die Herren von Saffenburg über. 1473 belagerte Wilhelm von Jülich die Veste und zerstörte sie. Seitdem liegt sie in Ruinen.

Heute besteht die Anlage aus der Hochburg auf dem oberen Plateau mit dem runden Bergfried aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und dem darunter liegenden Burgbezirk, auf dem sich Reste von Hausbauten und ein elf Meter tiefer Brunnen befinden sowie die drei Meter breite Umfassungsmauer aus heimischem Basaltstein und Tuff, die den Burgbezirk umschließt. Die Ruine ist ein beliebtes Wanderziel; von dort bietet sich ein herrlicher Ausblick Richtung Rheintal und Siebengebirge. (Bir)