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Opfer von TelefonbetrugUnbekannte erbeuten wertvolle Goldmünzen von Bonner Senioren

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Illustration_Enkeltrick

Symbolbild.

Bonn – Ein älteres Bonner Ehepaar ist am Mittwoch Opfer von Telefonbetrügerin geworden. Nach Angaben der Polizei riefen die Täter gegen 14 Uhr bei den im Stadtteil Brüser Berg wohnenden Senioren an. Sie berichteten dem Ehepaar, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein anderer Verkehrsteilnehmer getötet worden sei. Sie müssten nun eine Kaution für die angeblich in Untersuchungshaft sitzende Unfallverursacherin entrichten. Neben Bargeld könnten dazu auch andere Wertgegenstände verwendet werden.

Die von dem Anruf geschockte ältere Frau suchte daraufhin eine Sammlung Goldmünzen und Bargeld im Gesamtwert von mehreren 10.000 Euro zusammen und begab sich zum Amtsgericht in der Bonner Innenstadt.  Vor dem Gerichtsgebäude in der Wilhelmstraße traf sie eine ihr unbekannte Frau, die zuvor aus der Alexanderstraße gekommen war, und übergab ihr Münzen und Bargeld.

Nachdem ein von den Betrügern in Aussicht gestellter Anruf der Tochter bis zum Abend ausblieb, informierten die Geschädigten schließlich die Polizei. Bislang konnten die Ermittler die Täter nicht fassen. Zu der Frau bei der Geldübergabe gibt es folgende Angaben: Es soll sich um eine etwa 35-jährige, 1,65 bis 1,70 große Frau von schlanker Statur handeln. Sie war mit einer schwarzen Jacke und einer engen schwarzen Hose bekleidet, trug eine schwarze Mütze und hatte eine OP-Maske über das Gesicht gezogen.

Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu der geschilderten Übergabe in der Wilhelmstraße gemacht haben oder die beschriebene Frau in der Nordstadt beobachtet haben, bittet die Polizei, sich unter 0228/15-0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen. (ps)