Abo

Vermeintlicher HaftbefehlSeniorin lässt Trickbetrügerin auffliegen

2 min
Telefonbetrug

(Symbolbild).

Bonn-Duisdorf – Schnell geschaltet hat am Mittwoch, 11. März eine 70-Jährige aus Bonn-Duisdorf. Am Nachmittag klingelte ihr Telefon. Als die Frau am anderen Ende sie fragte, "ob sie sie denn nicht erkennen würde", vermutete die Seniorin sofort, dass es sich bei dem Anruf um eine Betrugsmasche handeln würde.

Die Anruferin teilte ihr im weiteren Gespräch mit, dass ein Haftbefehl gegen sie vorliegen würde und, dass dieser aufgehoben werden könnte. Dafür müsse sie aber 20.000 Euro zahlen. Als die Seniorin der Anruferin sagte, dass sie nur die Hälfte des Geldes aufbringen könne, willigte die vermeintliche Betrügerin ein. Das sei auch in Ordnung, sagte sie.

Zivilbeamte warten am Ort der Geldübergabe

Die Seniorin sollte also das Geld von ihrer Bank abholen, dabei aber den Telefonhörer nicht auflegen. Die 70-Jährige ließ sich zum Schein darauf ein und alarmierte dann die Polizei. Die reagierte sofort und setzte Zivilbeamte ein, die daraufhin den Wohnungsbereich der Seniorin beobachteten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Dann sollte die Bonnerin auf der Straße das Geld einem Notar namens „Müller“ übergeben. Doch der kam nicht. Kurz bevor die Übergabe stattfinden sollte, sagte die vermeintliche Telefonbetrügerin, dass statt des Notars seine Ehefrau das Geld abholen und in Empfang nehmen würde.

Betrügerin bereits wegen anderer Delikte polizeibekannt

Die kam dann auch zu der Adresse und wurde sofort von den Polizeibeamten festgenommen. Die 20-Jährige ist der Polizei bereits wegen Eigentumskriminalität bekannt. Ersten Ermittlungen zufolge hat sie in der Bundesrepublik keinen festen Wohnsitz. 

Die weitergehenden Ermittlungen zu dem misslungenen Betrug Kriminalkommissariat 24 übernommen. Das ist auf die Bearbeitung von Betrugsfällen spezialisiert. Bei den Ermittlungen wird auch geprüft, ob die Frau auch mit weiteren Taten dieser Art in Verbindung zu bringen ist. (ebu)