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In Schlangelinien unterwegsRadfahrer in Bonn war völlig betrunken

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Symbolbild

Bonn – Die Polizei in Bonn hat am Samstagabend im Stadtteil Dottendorf einen völlig betrunkenen Radfahrer aus dem Verkehr gezogen. Den Angaben der Polizei zufolge, war der der 36-Jährige in Schlangenlinien auf der Servatiusstraße unterwegs. Die Besatzung eines Streifenwagens hatte das beobachtet und stoppte den Mann, als er während der Fahrt auf seinem Smartphone tippte und telefonierte.

Der Radfahrer konnte nur noch lallend Antworten und hatte eine deutlich verwaschene Aussprache. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 2,3 Promille. Die Polizeibeamten ordneten eine Blutprobe zur Beweissicherung an, die ein Arzt dem Zweiradfahrer auf der Polizeiwache Bad Godesberg entnahm. Den Mann erwartet ein Ermittlungsverfahren.

Promillegrenzen gelten auch für Radfahrer

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang davor, Promillegrenzen beim Radfahren nicht einzuhalten. Betrunkene Radfahrer gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Bei Radfahrern liegt die Promillegrenze für die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille.

Wer mit diesem Wert oder mehr auf dem Rad fährt, begeht eine Straftat, auch wenn bei der Fahrt niemand zu Schaden gekommen ist. Fallen Radfahrer durch ihre Fahrweise auf oder gefährden andere, kann bereits ab Erreichen des relativen Grenzwertes von 0,3 Promille eine Strafanzeige erfolgen.

Wer alkoholisiert auf dem Fahrrad erwischt wird, muss neben Bußgeldern und Geldstrafen auch mit Auswirkungen auf den Führerschein rechnen. Sowohl Punkte in Flensburg als auch die Anordnung zu einer zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) sowie der Entzug der Fahrerlaubnis sind mögliche Konsequenzen. (ps)