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Starkregen in NRWLinksrheinischer Rhein-Sieg-Kreis noch ohne größere Vorfälle

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regen symbolbild

Die Warnung  vor extrem ergiebigem Dauerregen gilt bis Donnerstag. 

Rhein-Sieg-Kreis – Die Freiwilligen Feuerwehren im linksrheinischen Kreisgebiet berichteten am Mittwochmorgen, dass in der Nacht keine Einsätze wegen des Dauerregens stattfanden. Ulrich Breuer, Pressesprecher der Wehr in Bornheim, sagte am Morgen: „Wir sind natürlich weiter sensibel und aufmerksam, da wir noch große Regenmengen erwarten.“ Die Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor extrem ergiebigem Dauerregen gilt bis Donnerstag.

Der Pegel des größten Bachs der Region, der Swist, lag am Mittag trotz einiger Stunden Regens an der Messstation in Morenhoven im normalen Bereich. Die Werte des digitalen Messgeräts sind auf der Internetseite des Erftverbands und des Landesverbands für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) aktuell einsehbar. Nachts war der Pegel in Morenhoven stark angestiegen, von unter 40 Zentimetern gegen 21.30 Uhr, bis auf über 90 Zentimeter um 5 Uhr morgens. Anschließend sank der Wasserstand wieder auf rund 65 cm um kurz nach 11 Uhr. Tobias Kalenborn, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Swisttal, erklärt: „Bis zu einem Pegel von zwei Metern gibt es in Morenhoven keine Probleme“. Erst bei einem Stand von 2,30 Metern steigt das Wasser über die Grenzen der Einfassung.

Das waren bislang die schlimmsten Hochwasser der Region

Die schlimmsten Hochwasser in der Region gab es 1961, damals waren Heimerzheim und Flerzheim   besonders betroffen. Häuser waren teilweise nur mit Booten erreichbar. Später wurde der Bach eingefasst. 1984 gab es erneut ein schweres Hochwasser mit ähnlichen Ausmaßen. Seit dem 1990 – nach Sanierung – der Wiedereinstau der Steinbachtalsperre erfolgte, dient sie wegen des hohen Speicherraums von 1,06 Millionen Litern auch dem Hochwasserschutz. Dadurch entsteht eine zeitliche Verzögerung beim Abfluss, der sich bei Dauerregen positiv auf die Pegelstände auswirkt.

Mittlerweile gibt es zudem verschiedene Rückhaltebecken in Heimerzheim. Eins befindet sich zum Beispiel an der neuen Feuerwehrwache, kurz vor der Ortsgrenze zu Weilerswist. Zum letzten Mal gab es 2009 Hochwasser in der Swist, damals trat der Bach aber nur an vereinzelten Stellen über die Einfassung.

Von Einsätzen in der Nacht hatte Tobias Kalenborn ebenso wenig zu berichten, wie seine Kollegen. Der Sprecher der Wachtberger Blauröcke, Michael Ruck, erzählte von nur geringen Regenfällen in der Gemeinde bis Mittwochmorgen.