Abo

Flotten-ZuwachsFreiwillige Feuerwehr Swisttal erhält drei neue Fahrzeuge

3 min

Drei neue Fahrzeuge übergab Swisttals Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner im Baubetriebshof der Gemeinde den Wehrleitern der Freiwilligen Feuerwehr.

Swisttal – Zufrieden betrachtete der ehemalige Wehrleiter der Gemeinde Swisttal, Stefan Schumacher, die Szene in der Bauhofhalle der Gemeinde Swisttal in Ludendorf. Drei stattliche rote Feuerwehrfahrzeuge, geschmückt mit großen Blumenbouquets, standen dort aufgereiht und warteten auf ihre feierliche Einsegnung und Übergabe. Es waren die letzten drei Fahrzeuge, die in seiner Ära als Swisttaler Feuerwehrchef beschafft worden waren, doch zwischen Bestellung und Übergabe war mehr als ein Jahr vergangen.

Mittlerweile hat Christian Klein die Leitung der Swisttaler Feuerwehr übernommen. Und zwei der drei Fahrzeuge hatten sich bereits vor ihrer offiziellen Indienststellung in mehreren Hochwassereinsätzen ihre ersten Beulen eingefangen, die aber zur feierlichen Übergabe wieder ausgebügelt worden waren. „Die beiden Fahrzeuge kamen am 24. Juni genau rechtzeitig für den Hochwassereinsatz – seither wissen wir, was wir an ihnen haben“, erklärte Klein. Ihre Feuertaufe haben die neuen Boliden also bereits mit Bravour bestanden haben.

Ein Gerätewagen als kleines Multifunktionstalent

Die Löschgruppe Heimerzheim erhält einen neuen Gerätewagen Logistik (GW-L1) mit Platz für sechs Einsatzkräfte. Das mit 185.000 Euro noch recht günstige Fahrzeug ist für eine Vielzahl von verschiedenen Einsatzszenarien konzipiert. Neben einer feuerwehrtechnischen Grundausstattung wie einer Tragkraftspritze können über eine Ladebordwand je nach Einsatzszenario verschiedene Rollcontainer zugeladen werden. Hierfür werden künftig Rollcontainer für Unwetterlagen, Wald- und Flächenbrände, Ölunfälle sowie für die Verkehrsabsicherung vorgehalten. „Es handelt sich somit um ein auf die Zukunft ausgerichtetes Fahrzeugkonzept, dass größtmögliche Flexibilität gewährleistet“, erläuterte Klein.

Die Löschgruppe Miel freut sich über einen Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) als Ersatz für einen ebensolchen Gefahrgut-Anhänger. Das 165 000 Euro teure Fahrzeug bietet ebenfalls Platz für sechs Personen und ist mit Material für die einfache technische Hilfeleistung sowie für Gefahrgutseinsätze ausgerüstet. Hierfür ist spezielle Schutzausrüstung verladen für atomare, biologische und chemische Unfälle. Zur Ladung gehören außerdem Materialien zum Abdichten sowie zum Auffangen und Umfüllen von Gefahrstoffen. Auch hier kann die Beladung mittels Rollwagen über eine Ladebordwand am Heck entnommen werden.

Das könnte Sie auch interessieren:

Noch fabrikneu ist das Löschgruppenfahrzeug LF10, das bei der Löschgruppe Morenhoven seinen mehr als 30 Jahre alten Vorgänger ersetzt. Es bietet Platz für neun Einsatzkräfte und ist mit einem Lichtmast, einem 1600 Liter fassenden Löschwassertank, einer Tragkraftspritze auf einem pneumatischen Lift sowie feuerwehrtechnischer Beladung für eine ganze Gruppe ausgestattet. Mit einem Preis von 252 000 Euro ist es der teuerste der drei neu Zuwächse.

Wehrleiter Klein dankte gemeinsam mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeisters Markus Zettelmeyer dem Gemeinderat, der gemäß dem beschlossenen Brandschutzbedarfsplan die Anschaffung der drei neuen Feuerwehrfahrzeuge zum Gesamtpreis von gut 600 000 Euro genehmigt habe. Pater Marek Madej segnete die drei Fahrzeuge feierlich ein und ließ es sich auch nicht nehmen, auf dem Fahrersitz des LF10 mit Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner an seiner Seite zum ersten Mal die Sirene zu betätigen. (jst)