Als sich die Tochter kurz vor der Beisetzung verabschieden wollte, fiel ihr auf, dass es sich nicht um ihre Mutter handelte.
„Unter Schock“Tochter entdeckt falschen Leichnam bei Beerdigung in Rheinbach

Die Frau wollte sich von ihrer verstorbenen Mutter verabschieden, als sie den schrecklichen Fehler entdeckte (Symbolfoto).
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Bei einer Beerdigung auf einem Friedhof in Rheinbach bei Bonn sind zwei Leichname verwechselt worden. Erst bei der Bestattung fiel die Verwechslung auf. Die Tochter stand unter Schock und wandte sich an die Öffentlichkeit.
Die Polizei bestätigte auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass es zu der Verwechslung gekommen war. Demnach sollte Roswitha K. auf dem Friedhof in Rheinbach beerdigt werden. Die Frau war am 20. November im Alter von 67 Jahren gestorben.
Rechtsmedizin gibt Leiche nach Untersuchung frei
Alena K., die Tochter der Verstorbenen, hatte an dem Morgen vergeblich versucht, ihre Mutter telefonisch zu erreichen, schildert sie gegenüber „Bild“. Schließlich alarmierte sie den Rettungsdienst. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.
Wie die Bonner Polizei auf Nachfrage bestätigte, sei zunächst ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, um festzustellen, ob ein natürlicher Tod vorlag. Die Beamten informierten einen Vertragsbestatter, der die Verstorbene abtransportierte. Nachdem in der Rechtsmedizin keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden werden konnten, wurde der Leichnam freigegeben.
Ein wiederum von der Tochter beauftragtes Bestattungsunternehmen übernahm die Vorbereitungen für die Trauerfeier. Doch als sich Alena K. kurz vor der Beisetzung von ihrer Mutter verabschieden wollte, entdeckte sie die Verwechslung.
Alena K. will sich von ihrer Mutter verabschieden und entdeckt falsche Leiche
„Als ich in den Sarg hineinschaute, ergriff mich der Schock. Darin lag nicht meine Mutter. Die Tote, die dort lag, war deutlich älter und hatte andere Haare als meine Mama. Man glaubte mir nicht und sagte mir, dass ich unter Schock stehe“, berichtet Alena K. der „Bild“.
Doch wie die Polizei dieser Redaktion bestätigte, handelte es sich eindeutig nicht um die Mutter von Alena K., sondern um eine andere Frau. Derzeitigen Angaben zufolge sollen beim Bestatter zwei Leichensäcke mit falschen Namen beschriftet worden sein. Die beiden verwechselten Leichname seien inzwischen getauscht und richtig zugeordnet worden.
Bei der Familie sitzt der Schock jedoch tief. „Man kann sich nicht vorstellen, wie es mir an diesem und den folgenden Tagen ging“, wird Alena K. weiter zitiert. „Ich musste nicht nur den Tod meiner Mutter verkraften, sondern auch die Tatsache, dass wir fast eine fremde Frau beerdigt haben.“
