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Arzdorfer LöschgruppeNeue Fahrzeuge für 1,1 Millionen Euro

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Bei der Jugendgruppe sind Arzdorf, Fritzdorf und Adendorf vereint.

Wachtberg – Ihr doppeltes Jubiläum feierte die Löschgruppe Arzdorf der Feuerwehr Wachtberg im Rahmen des Gemeindefeuerwehrfestes. Anlässe waren der 100. Gründungstag und die Integration in den Löschgruppenverbund mit der Gründung der Gemeinde Wachtberg vor 50 Jahren. Darüber hinaus hatten auch zwei andere Löschgruppen am Sonntag Grund zum Feiern, denn Bürgermeisterin Renate Offergeld übergab drei brandneue Einsatzfahrzeuge an die Einheiten von Berkum und Villip. Nach der heiligen Messe in der Antoniuskapelle hatte sie Pfarrer i.R. Manfred Heuser eingesegnet.

Zwist mit Fritzdorf führte

einst zur Gründung

Ehrungen

Im Rahmen des Gemeindefeuerwehrfestes wurden eine Reihe von Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen. So wurden Frank Schulte, Henning Schmitz und Frank Schmitz zu Oberfeuerwehrmännern ernannt, zum Hauptfeuermann befördert wurde Stefan Esser (alle Arzdorf). Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Norbert Passmann und Michael Netterscheidt (beide Arzdorf) sowie Michael Kleinen (Niederbachem) das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber. Für 50 Jahre wurde Helmut Netterscheidt (Fritzdorf) sowie Frank Georg Wahlen und Maternus Schimmel (beide Arzdorf) mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Und sogar 60 Jahre bei der Feuerwehr sind Peter Linke und Robert Kündgen (beide Arzdorf).

Löschgruppenführer Jörg Nolden erhielt eine Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes, unterzeichnet von Innenminister Herbert Reul, anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Löschgruppe Arzdorf. (jst)

„Es handelt sich um zwei Löschgruppenfahrzeuge LF 20 im Wert von jeweils etwa 326 000 Euro sowie ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 10 im Wert von 388 000 Euro“, wie Wehrleiter Markus Zettelmeyer erläuterte. Das HLF10 und eines der beiden LF 20 werden künftig in Villip stationiert sein, wo sie zwei knapp 30 Jahre alte und kaum mehr diensttaugliche Fahrzeuge ersetzen. Das zweite LF 20 wird in Berkum zum Einsatz kommen und ersetzt ebenfalls ein Uralt-Modell.

Zettelmeyer dankte der Gemeindeverwaltung und insbesondere dem Gemeinderat dafür, dass erneut fast 1,1 Millionen Euro für die zeitgemäße Ausrüstung der Feuerwehr zur Verfügung gestellt worden seien. Das sei eine sehr gute Investition zum Schutze der Bürger und ihres Eigentums, außerdem seien auch diese Fahrzeuge voraussichtlich wieder drei Jahrzehnte lang in Dienste der Bevölkerung im Einsatz.

Bürgermeisterin Renate Offergeld übergab die Schlüssel an Löschgruppenführer Sascha Wostmann aus Berkum sowie an Löschgruppenführer Dominik Zorn und seinen Stellvertreter Frank Liczner aus Villip. Der Gemeindefeuerwehrtag sei ein Aushängeschild der Wachtberger Feuerwehr, denn hier könne man vielleicht den einen oder anderen davon überzeugen, sich am aktiven Feuerwehr-Dienst mit zu beteiligen.

Arzdorfs Löschgruppenführer Jörg Nolden machte darauf aufmerksam, dass es wohl schon vor 1919 eine Feuerwehr in Arzdorf gegeben habe. Denn 1908 sei eine gemeinsame Feuerwehr Fritzdorf-Arzdorf gegründet worden, mit 20 Mitgliedern aus Fritzdorf und sieben aus Arzdorf. Warum die Kombination 1919 wieder auseinander ging, sei unklar. Die Arzdorfer seien damals wohl zu einer Sitzung nicht erschienen, woraufhin sie ausgeschlossen worden seien.

„Dass es damals Zwist gab, ist aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar. Wir haben heute ein super Verhältnis zueinander“, betonte Nolden die Freundschaft zwischen den beiden Nachbardörfern. Letztlich sei es wohl um das Heimatgefühl gegangen, denn jeder habe sich seinem eigenen Dörfchen verpflichtet gefühlt. Er dankte jedoch den Vorfahren, die Feuerwehr in Arzdorf 100 Jahre lang am Leben gehalten hätten, „dieses Fest feiern wir heute.“ Den Leistungsnachweis der Jugendfeuerwehr entschied die Jugendfeuerwehr Villip für sich, auf Platz zwei kam der Nachwuchs aus Niederbachem und Platz drei belegte die Jugendfeuerwehr aus Berkum. (jst)