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„Wir sagen Danke“Bewegende Hilfswelle beim Großbrand im Hürtgenwald – Kölner Polizei hilft Tieren

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Die Bewohner der Ortschaft Gey danken den Rettungskräften für den Einsatz im Waldbrandgebiet im Hürtgenwald mit einem Transparent mit der Aufschrift „Wir sagen Danke für alles“.

Die Bewohner der Ortschaft Gey danken den Rettungskräften für den Einsatz im Waldbrandgebiet im Hürtgenwald mit einem Transparent mit der Aufschrift „Wir sagen Danke für alles“. 

Der schwere Waldbrand im Hürtgenwald löste eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft für die rund 1800 Einsatzkräfte in der Region aus.

Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, hat der schwere Waldbrand nahe der Ortschaft Gey in der Gemeinde Hürtgenwald eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Während zeitweise rund 1800 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen und angrenzenden Bundesländern gegen das Großfeuer kämpften, erhielten sie umfassende Unterstützung aus der Bevölkerung, der Landwirtschaft sowie von lokalen Betrieben.

Landwirte sichern Wasserversorgung

Als entscheidender Faktor bei den Löscharbeiten erwies sich der Einsatz regionaler Landwirte und Lohnunternehmen. Über Tage und Nächte hinweg transportierten sie mit Traktoren und mobilen Wassertanks Löschwasser direkt an die Einspeisepunkte der Feuerwehr in das unwegsame Gelände.

Feuerwehrsprecher Peter Berndgen hob hervor, dass die Kooperation mit der Land- und Forstwirtschaft, deren Spezialmaschinen sowie die örtliche Geländekenntnis für den Löscherfolg von zentraler Bedeutung waren.

Ehrenamtliche und Bürger organisieren Versorgung

Parallel dazu übernahmen Anwohner, Gastronomen und Hilfsorganisationen die Verpflegung der Einsatzkräfte. Neben spontanen Mahlzeiten aus der lokalen Gastronomie, an der sich auch Betriebe wie das Brauhaus Louis in Kreuzau beteiligten, koordinierte unter anderem das Rapid Relief Team die Ausgabe von rund 5000 Portionen an der Kräftesammelstelle in Kleinhau.

Zudem brachten Bürger Verpflegung zu den Sammelpunkten oder brachten ihren Dank durch Schilder und Plakate entlang der Anfahrtswege zum Ausdruck.

Ungewöhnliche Hilfe für zurückgelassene Haustiere

Neben den Löscharbeiten übernahm die Polizei eine besondere Aufgabe im evakuierten Brandgebiet. Da viele Bürgerinnen und Bürger bei der schnellen Räumung ihre Tiere nicht mitnehmen konnten, versorgten Kräfte der Kölner Bereitschaftspolizei die zurückgebliebenen Haustiere vor Ort.

Die Beamtinnen und Beamten fütterten Fische sowie Hühner und brachten unter anderem Meerschweinchen in Sicherheit, um die betroffenen Familien in der Krisensituation zu entlasten.

Politische Würdigung und seelische Unterstützung

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, seine Stellvertreterin Mona Neubaur sowie der Aachener Bischof Helmut Dieser informierten sich vor Ort über die Lage.

Kreis Dürens Landrat Dr. Ralf Nolten dankte den Landwirten für ihren unermüdlichen Einsatz beim Wassertransport: „Dafür gebührt ihnen ein herzlicher Dank. Diese Hilfe war und ist nicht selbstverständlich.“ Bischof Dieser betonte zudem den hohen gesellschaftlichen Wert der freiwilligen Hilfsorganisationen und des Ehrenamts.

Während sich die Situation vor Ort zunehmend stabilisiert, kehren Einrichtungen wie die Kindertagesstätte in Gey und die Offene Ganztagsschule in Straß in den Regelbetrieb zurück. Für Betroffene, die durch die Evakuierungen und das Brandgeschehen belastet sind, richtet die LVR-Klinik Düren ein Krisentelefon ein, das werktags zwischen 10.00 und 12.00 Uhr unter der Rufnummer 02421/401300 erreichbar ist.