Hoch her ging es dieser Tage in der Bürriger Kläranlage. Der aufwendig konstruierte Betrieb, den sich der Wupperverband und Currenta teilen, brauchte einen neuen Kamin für die Abluftverbrennung. Die Röhre ist nach Angaben des Chempark-Betreibers gut 27 Meter hoch; ihr Austausch nach rund drei Jahrzehnten war eine technische Herausforderung: Schließlich sollte der Kamin nach oben aus der ihn umfassenden Konstruktion heraus gehoben werden.
Dazu bestellte Currenta zwei Kranwagen in Köln. Deren Besatzungen hoben die etwa zehn Tonnen schwere Röhre in zwei Teilstücken aus ihrer Ummantelung. Das sei „innerhalb weniger Stunden“, gelungen, hieß es am Freitag. Auch das anschließende Einfädeln der neuen Röhre habe ohne nennenswerte Probleme geklappt, wozu auch ein wenig Glück gehörte: Der Wind blies nicht allzu stark, so dass die langen und schweren Kamine während des Austauschs nicht zu sehr in Bewegung kamen. So konnte der ehrgeizig wirkende Zeitplan eingehalten werden: Nach drei Tagen Stillstand sei die Abluftanlage des Klärwerks wieder in Betrieb gegangen, berichtete ein Currenta-Sprecher.
Immer wieder wird in das Klärwerk investiert: Zuletzt war ein riesiger Tank als Puffer für Abwässer installiert worden. Das war im Oktober 2014. (tk)
