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Demo und Gegendemo an der Moschee

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Das muslimische Gemeindezentrum in Manfort rückt am Montag wieder in den Fokus. Der ultrarechte „Aufbruch Leverkusen“ will an der Poststraße eine Mahnwache abhalten und so gegen das Projekt des marokkanischen Kulturvereins „Maghariba“ protestieren. Der Bau – er soll inzwischen mit kleiner Kuppel und kleinem Minarett ausgestattet werden – wird von den Ultrarechten um Markus Beisicht als „Protzmoschee“ bezeichnet. Auf der Versammlung soll nicht nur Beisicht reden, sondern auch der sachsen-anhaltinische Landesabgeordnete André Poggenburg, ein Intimus von Björn Höcke, dem von der AfD allerdings inzwischen das Vertrauen entzogen wurde: Poggenburg sitzt parteilos im Landtag von Magdeburg.

Gegen den rechten Aufmarsch in Manfort, der von 10 bis 14 Uhr dauern soll, regt sich breiter Widerstand: Das Bündnis „Lev ist bunt“ will ebenfalls an der Poststraße demonstrieren. Außerdem stellt sich der Katholikenrat gegen die Veranstaltung des „Aufbruch Leverkusen“: Religion sei keine Privatsache, deshalb gehöre die Errichtung von Gebäuden für den Gottesdienst zum Grundrecht jeder Religionsgemeinschaft, schreiben Wolfgang Fürst und Hieronymus Messing vom Leverkusener Katholikenrat.

Natürlich sei auch die Meinungsfreiheit ein hohes Gut. Aber sie müsse fair sein, „ohne Diffamierungen, Beleidigungen, Bedrohungen Einzelner oder Gruppen“. Fremdenfeindliche Äußerungen und Diffamierungen „haben in unserer Stadt keinen Platz, auch nicht im Wahlkampf“. (tk)