Leverkusen – Ginge es um Autos, würde man wohl sagen: „Von Null auf 100 in Nix.“ Und das Publikum im Saal Norhausen wäre das Auto. Und De Räuber wären der Motor. Denn: Kaum entern sie nach der offiziellen Begrüßung der gut 300 Gäste bei dieser Sitzung der besonderen Art die Bühne, jagen sie die Stimmung hoch his zum Anschlag. So hoch, wie es sich gehört, wenn man so ein Jubiläum feiert: Die Rheindorfer Burgknappen werden 50. Und lassen es krachen.
Normalerweise konzentriere sich der Karneval im Ort ja auf die Herrensitzung, die Damensitzung und natürlich das Weiberfastnachtstreiben rund um den Königsberger Platz, sagt Literat Jürgen „Vanny“ van Elst. Aber wenn es um diese große „50“ geht, dann braucht es eine Zugabe. Eine Sause der exorbitanten Art. So wie diese eben in der Vorweihnachtszeit, bei der dann auch mal für den einen oder anderen Euro mehr als sonst eine größere Band wie eben diese Räuber auftreten könnten.
„De Räuber“ haben Spaß, das Publikum erst recht
Und die genießen das sichtlich und springen und hüpfen wie jeck über die Bühne zum „Trömmelche“ und wenn es heißt: „Oh, eyeyey, Mädche danz met mir. Danz de janze Naach.“ Das kann jeder mitsingen. Auch mit Kölschstange in der Hand oder dem Nachbarn respektive der Nachbarin im Arm.

Sie sind Garanten für gute Stimmung und äußerst agil auf der Bühne: die kölsche Band De Räuber.
Copyright: Britta Berg
Und schon ist das eine Jubel-Jubiläumsfeier inmitten eines prächtigen Rahmens, zu der dann auch noch Willi und Ernst kommen. Und Bajasch. Und Klaus und Willi. Und Lukas Kniep. Und die Truppe vom Kölsche Hänneschen, die an diesem Abend nach Aussage von van Holst keine anderen Auftritte hat und somit exklusiv nach Rheindorf kommt, um mit den Burgknappen Spaß an dr Freud zu haben.
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Und eigentlich ist „Vanny“ der einzige, der an diesem Abend mehr Stress als reinen Spaß hat. Zumindest sagt er das lächelnd, denn: Er ist nicht nur für die Betreuung der Künstler und die Koordination der Auftritte verantwortlich. Er macht einmalig auch den Job seines Kollegen Peter Bruchhausen als Referent für die Öffentlichkeitsarbeit. „Peter wollte heute unbedingt im Elferrat sitzen. Also führe ich all seine Gespräche.“ Einer für alle, alle für einen – das gilt eben auch bei Jecken. Alaaf!

