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Ein gefährlicher Spinner

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Die Raupe des Eichenprozessionsspinners wird häufig mit der ungefährlichen Gespinstmotte verwechselt.

Der Fachbereich Stadtgrün hat bei Baumkontrollen wie schon in den letzten Jahren ein vermehrtes Auftreten des Eichenprozessionsspinners (EPS) festgestellt. Speziell am Friedhof Reuschenberg ist eine größere Anzahl von Bäumen betroffen. Der Fachbereich geht davon aus, dass Eichen im gesamten Stadtgebiet betroffen sind.

Gesundheitsgefährdend

Der EPS ist ein für die menschliche Gesundheit gefährlicher Schädling. Ab ihrer dritten Häutung, insgesamt häutet sich die Raupe sechsmal, bildet sie zusätzlich zu ihren langen, sichtbaren Haaren ungefähr 0,1 bis 0,25 Millimeter lange „Brennhaare“, die ein spezielles Eiweißgift enthalten. Damit schütz sich die Raupe vor Fressfeinden. Bei uns Menschen kann der Kontakt mit den „brennenden Haaren“ zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut, Atemwegen und Schleimhäuten führen. Sobald entsprechende Symptome auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Befallene Bäume sollten zügig passiert und ein längerer Aufenthalt im direktem Umfeld vermieden werden.

Charakteristisch sind die in der Krone, an Astgabeln und Stämmen gebildeten Gespinste sowie die langen weißen Haare und die typische Anordnung der Tiere während ihrer Verkettung. Die gefährlichen Brennhaare verbleiben in den Gespinsten sowie am Stamm und reichern sich in der näheren Umgebung des befallenen Gebiets an. Die Haare können bis zu 200 Meter weit vom Wind transportiert werden und der enthaltende Giftstoff bleibt bis zu zwei Jahre aktiv.

Der Eichenprozessspinner wird häufig mit der Gespinstmotte, die verschiedene Gehölze völlig kahl frisst und komplett mit Netzen umspannt, verwechselt. Diese Raupe jedoch ist völlig ungefährlich und tritt in der Regel nicht bei Eichen auf. Die vom EPS befallenen städtischen Bäume werden vorerst durch eine Banderole am Stamm mit der Aufschrift: „Allergiegefahr durch Eichenprozessionsspinner – Raupen und Nester nicht berühren“ gekennzeichnet. „Der Fachbereich Stadtgrün lässt in von Menschen stark frequentierten Bereichen wie Kindergärten, Schulen, Spielplätzen und auf Liegewiesen die Gespinste durch ein spezialisiertes Unternehmen mit einem Asbestsauger entfernen“, erklärte Julia Trick, Leverkusens Stadtsprecherin. (lgl)