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„Ein Stück Herz vernichtet“Dreister Baumklau aus Rheindorfer Vorgarten

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Der Stumpf an der Felderstraße bleibt als Mahnmal stehen, inklusive eines empörten Schreibens der Besitzerin an den oder die Diebe.

Leverkusen – Es muss über zehn Jahre her sein, dass die Mutter einer Anwohnerin an der Rheindorfer Felderstraße eine kleine Nordmanntanne im Topf gekauft hatte. „Nach Weihnachten haben wir uns dann gefragt, was wir damit machen und haben sie einfach im Vorgarten eingepflanzt“, berichtet die Frau, die nicht namentlich genannt werden möchte. Seitdem hat sich das Bäumchen zu einem Prachtexemplar entwickelt. „Der war bilderbuchmäßig gewachsen, wie dahin gebastelt.“ Und seit wenigen Tagen zur Freude vieler Passanten an der belebten Straße mit einer Lichterkette schön beleuchtet.

Schreck beim Frühstück

Bis zur Nacht auf Montag. Gegen Mitternacht hat die Besitzerin die Lichterkette noch von Hand ausgeschaltet, da war der Baum sicher noch da. Am nächsten Morgen schaut ihr Mann aus dem Fenster und fragt: „Ist der Baum weg?“ Und tatsächlich, von der ehemals rund drei Meter hohen Tanne steht nur noch ein Stumpf von 80 Zentimetern, Reste der zerstörten Lichterkette liegen daneben. „Ich dachte, ich bin im falschen Film“, sagt die fassungslose Anwohnerin.

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Auch der herbeigerufene Polizist sagt, so etwas hätte er noch nie gesehen. „Das ist ja schon dreist und verboten, einen Baum aus dem Wald zu klauen – aber auf das Grundstück einzudringen und einen Baum aus dem Vorgarten schlagen ...“ Damit hätten die Diebe nicht nur den Baum „sondern auch ein Stück Herz vernichtet“, sagt die Frau. Auf einem Schild im Baumstumpf wünscht sie den Dieben schöne, scheinheilige Weihnachten.