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Entspannte Lage in Flüchtlingsheimen

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Nach dem Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim in St. Augustin, in dem mehr als 100 Bewohner positiv auf das Virus getestet wurden, prüft auch die Stadt Leverkusen, ob eine regelmäßige Testung in den Einrichtungen der Stadt sinnvoll seien.

Die Lage in den aktuell zehn Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete sei derzeit aber relativ entspannt, sagt Stadtsprecherin Julia Trick. „Die Einrichtungen sind aktuell etwa zu 60 Prozent belegt.“ Dadurch konnten in den vergangenen Wochen die Zimmer so umbelegt werden, dass nur noch Familien und Partner zusammen in einer Wohneinheit leben, während die meisten anderen in Einzelzimmern untergebracht sind.

Bereits seit Wochen gelten in den städtischen Unterkünften hohe Sicherheitsauflagen. Alle Bewohner wurden über das Coronavirus und die damit verbundenen Hygienemaßnahmen informiert. Entsprechende Informationsmaterialien wurden in viele Sprachen übersetzt und verteilt. Desinfektionsmittel werden im Eingangsbereich aller Unterkünfte sowie in den Gemeinschaftsküchen und gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen bereit gehalten. Wasch- und Reinigungsanleitungen hängen mehrsprachig aus, ebenso Putzpläne für die gemeinschaftlich genutzte Sanitär- und Küchenräume. „Aufenthaltsräume werden aktuell nicht zu diesem Zweck genutzt, stattdessen finden dort Beratungsgespräche statt“, erklärt Trick. In allen Gemeinschaftsräumen und auf den Fluren muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden, diese Bereiche werden zusätzlich in regelmäßigen Abständen durch eine Fachfirma gereinigt.

Zu Beginn der Pandemie waren Besuche in den Unterkünften untersagt. Zum 18. Mai wurde das Besuchsverbot gelockert. Seitdem dürfen Verwandte ihre Angehörigen zu festen Zeiten in der Gemeinschaftsunterkunft besuchen. Erlaubt sind maximal zwei Besucher, die vorher beim Sicherheitsdienst angemeldet werden sollen. Der Sicherheitsdienst übernimmt die Einlasskontrolle und führt in diesem Rahmen ein Besucherregister.