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Anthony Hopkins und Ben KingsleyFür Kinofilm „Collide“ Autos in der Eifel geschrottet

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Rasante Actionszenen wurden für den jetzt anlaufenden Thriller „Collide“ auf dem Monschauer Marktplatz gedreht. Einige Sekunden Filmmaterial kann man auch bei „Youtube“ bestaunen.

Rasante Actionszenen wurden für den jetzt anlaufenden Thriller „Collide“ auf dem Monschauer Marktplatz gedreht. Einige Sekunden Filmmaterial kann man auch bei „Youtube“ bestaunen.

Monschau – Für den am heutigen Donnerstag in den Kinos anlaufenden Actionthriller „Collide“ wurde 2014 in Monschau eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit Stars wie Nicholas Hoult sowie den Oscar-Preisträgern Sir Anthony Hopkins und Sir Ben Kingsley gedreht. Auch so mancher Eifeler dürfte zumindest kurz am Rande des Geschehens auftauchen. Denn viele Personen waren damals einem Aufruf des Filmteams gefolgt und stellten sich gerne als Komparsen zur Verfügung – wann hat man denn schon mal die Gelegenheit, Teil einer Hollywood-Produktion zu sein?

Die Dreharbeiten in Monschau sorgten für eine Menge Trubel in der Altstadt. Mit zertrümmerten Blumenkübeln und völlig zerstörten Autos wirkte der Marktplatz wie ein Schlachtfeld. Fürs Filmteam war es eine Herausforderung: „Eine Crew aus 250 Leuten und Hunderte von Statisten und Touristen zu koordinieren, ist nicht einfach. Deshalb haben wir auch zahlreiche Mitarbeiter dabei, die auf einen reibungslosen Ablauf achten“, erklärte damals Daniel Hetzer, einer der Produzenten der internationalen Produktion.

Aufmerksam geworden auf die Altstadt war das Filmteam durch einen Artikel in der „Los Angeles Times“. „Wir drehen in Monschau, weil es einer der schönsten Orte in Deutschland ist. Ich hatte hier schon mal einen Kaffee getrunken. Als mir dann ein befreundeter Regisseur erzählte, er habe von Monschau in der Los Angeles Times gelesen, sind wir zusammen noch mal hergekommen und waren völlig begeistert“, erklärte Daniel Hetzer während der Dreharbeiten im Juli 2014.

Gerade auch wegen der engen Gassen passe die Altstadt sehr gut zu diesem Film. Computertricks kamen bei den Verfolgungsjagden, die in Monschau gedreht wurden, nicht zum Einsatz. „Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist echt“, sagte Hetzer. Kaputtgegangen sei in der Altstadt nichts Nennenswertes. Ganz im Gegensatz zu den zahlreichen Autos, die für den Film geschrottet wurden.

Gabriel Kehren aus Keldenich war an einem anderen Drehtag dabei, und zwar am 4. Juni 2014, als in einer Tankstelle in Odendorf gefilmt wurde. Der damals 20-Jährige, der im Unternehmen Peter Greven in Iversheim zum Chemielaboranten ausgebildet wurde, hatte von seinem Freund Till Meyer aus Odendorf erfahren, dass der berühmte Sir Anthony Hopkins dort drehe.

Nachdem ihr Unterricht im Goldenberg-Europakolleg in Wesseling beendet war, fuhren die beiden Freunde zum Drehort. Da kam Hopkins gerade in einer Limousine an. Der berühmte Schauspieler war sofort bereit, sich mit den beiden ablichten zu lassen, ehe es zum Dreh in die Tankstelle ging. (ag/bk)

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