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Kita, Jugendarbeit und Kultur Kinderschutzbund Bad Münstereifel hat neuen Vorstand

Der neue geschäftsführende Vorstand des Kinderschutzbundes Bad Münstereifel: (v.l.) Schatzmeisterin Lara Palmersheim, Vorsitzende Anna Bruchhagen, stellvertretende Vorsitzende Katharina Regh.

Der neue geschäftsführende Vorstand des Kinderschutzbundes Bad Münstereifel: (v.l.) Lara Palmersheim, Anna Bruchhagen und Katharina Regh.

Die Mitglieder des Kinderschutzbundes Bad Münstereifel haben einen neuen Vorstand gewählt. Dessen höchste Priorität ist die Rückkehr der Kita „Magische 12“ in die von der Flut zerstörten Räume.

Der Kinderschutzbund in Bad Münstereifel hat sich komplett neu aufgestellt. Die stellvertretende Vorsitzende Bibiane Bressem war im Sommer, Schatzmeister Rainer Holdmann kürzlich zurückgetreten. In einer Mitgliederversammlung Mitte November wurde die bisherige Vorsitzende Ilona Nagy nicht mehr nominiert.

Dafür wählten die Mitglieder Anna Bruchhagen zur neuen Vorsitzenden, Katharina Regh zu ihrer Stellvertreterin und Lara Palmersheim zur Schatzmeisterin. Der geschäftsführende Vorstand wird ergänzt durch die Beisitzer Corinna Tondorf, Laura Weber, Thilo Waasem und Dieter Dedeke.

„Magische 12“ hat höchste Priorität

„Wir sind ein bunter Haufen: Im Vorstand sind nun zwei Lehrer, ein Jurist, eine Kommunikationsdesignerin, eine Steuerassistentin, eine Verwaltungsbeamtin und ein Unternehmer“, sagt Bruchhagen. Bereits vor der Versammlung hatte sich das Team gefunden. So sind die drei Frauen an der Spitze allesamt Mütter von Kindern, die die Magische 12 besuchen.

Die Rückkehr in diese Kindertagesstätte besitzt zunächst die höchste Priorität für das Team. Die Magische 12 war bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 so stark beschädigt worden, dass sie noch nicht wieder bezogen werden konnte.

Die Renovierung läuft, doch es gab immer wieder Verzögerungen – teils durch Schimmelbefall, teils durch die Umsetzung eines neuen Brandschutzkonzeptes oder die Neuinstallation einer Fußbodenheizung im Erdgeschoss. Die Kommunalpolitiker haben den aktuellen Sachstand am Mittwoch im Bildungs- und Sozialausschuss erfahren. 

Am 1. April muss das Josefshaus verlassen werden

„Wir müssen dafür sorgen, dass der Kindergarten am 1. April nicht teilweise schließen muss“, sagt Anna Bruchhagen. Bis zu diesem Tag werden drei von vier Gruppen noch im Josefshaus betreut. „Wir hoffen, dass wir bis dahin wieder zurückkehren können. Wenn nicht dürften zwei der drei Gruppen ohne Obdach sein“, so Bruchhagen. „Wir bereiten uns so weit wie möglich vor und beziehen auch provisorische Lösungen mit ein.“ Die vierte Kindergartengruppe mit U3-Kindern (Krümelhexen) ist vorübergehend in einem Container untergebracht, der vom Rotary Club eigentlich für Offene Jugendarbeit übergeben wurde.

Auch das Thema Waldkindergartengruppe, das bereits der Vorgängervorstand angestoßen hatte, soll weiter verfolgt werden. „Uns wäre es am liebsten, wenn das die fünfte Gruppe der Magischen 12 würde; das würde vielleicht auch die Situation im Kindergarten entzerren“, so Bruchhagen. Ein Standort wird allerdings noch gesucht.

Jugendarbeit und Kultur

Das neue Team will auch die Offene Jugendarbeit reaktivieren. Die hat nicht nur unter der Flut gelitten, sondern auch unter der Corona-Pandemie. „Stellenausschreibungen sind raus, wir hoffen auf Bewerber“, berichtet Bruchhagen. Nach derzeitigem Stand soll das Jugendzentrum Kick in den alten Räumlichkeiten unterhalb der Stadtbücherei saniert werden.

Außerdem können, wenn die Magische 12 fertig ist, die bereits erwähnten Container ihrer eigentlichen Zweckbestimmung entsprechend genutzt werden. „Aber das wird noch dauern, denn auch das hängt davon ab, wann die Krümelhexen ausziehen können“, ergänzt die Vorsitzende.

Last but not least will der Kinderschutzbund wieder das aufleben lassen, was ihn damals in der Öffentlichkeit bekannt gemacht hat: die Kinder- und Jugendarbeit mit allem, was dazugehört. Seit dem Tod von Elke Andersen und eben auch durch die Corona-Situation ist besonders die kulturelle Arbeit deutlich zurückgefahren worden. „Das wollen wir wieder angehen und uns auch mit anderen vernetzen. Der Kinderschutzbund macht mehr als nur Kindergarten. Das muss wieder ins Bewusstsein der Bürger dringen“, so Bruchhagen.