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Karnevalverein BlankenheimPrinz bestand den Gesundheitscheck

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Der Blankenheimer Prinz Ludwig I. (Bildmitte) mit (von links) Präsident Stefan Leisen, Jecke Böhnchen Philipp Elsen, Herzpage Anja Bertram, Finanzpage Frank Bertram, Jecke Böhnchen Dennis Masuch und dem Vorsitzenden Andreas Poensgen.

Blankenheim – Vermummungsverbot ignoriert: Bei der Prinzenvorstellung des Karnevalvereins Blankenheim wurden Prinz, Pagen, Jecke Böhnchen und dem versammelten Publikum kurzerhand rote Pappnasen aufgesteckt.

Wenn es dessen in der 404. Session des Vereins noch bedurft hätte – jetzt haben die Juh-Jah-Jecken um Präsident Stefan Leisen und den Vorsitzenden Andreas Poensgen jedenfalls auch akademische und geistliche Weihen. Denn mit dem 73-jährigen Ludwig I. (Schmahl) steht ein Verwaltungsjurist und geweihter Diakon an der Spitze der Narren.

Den obligatorischen Gesundheitscheck, den alle künftigen Prinzen vor ihrer Proklamation absolvieren müssen, „hat er mit Bravour bestanden“, so Stefan Leisen mit Blick auf das eher fortgeschrittene biologische Alter der neuen Tollität. Doch Spaß an der Freud’ ist bekanntlich altersunabhängig.

Ludwig I. zeichnet aber auch seine Spontaneität aus, das jecke Amt zu übernehmen. „Im zwanglosen Gespräch hat uns Ludwig angeboten, das Prinzenamt zu übernehmen“, freut sich Andreas Poensgen. Eine mühevolle Prinzensuche – in Blankenheim wie überall immer mal wieder der Fall – entfiel in dieser Session glücklicherweise.

Im Vereinslokal der Jecken, dem Restaurant Schlossblick, war die Stimmung ausgelassen. Zumal schon für diesen Abend von den neuen Pagen Frank Bertram (Finanzpage) und Anja Bertram (Herzpage) das Vermummungsverbot auf jecke Weise unterlaufen wurde. Es gab rote Pappnasen für alle. Dem konnte und wollte sich niemand entziehen.

Doch bevor es mit der Proklamation der neuen Tollität so weit war, wurde es offiziell. Simone Böhm, stellvertretende Bürgermeisterin, überreichte Ludwig I. die gerahmte Ernennungsurkunde.

Was sein muss, muss sein. Ludwig I. nahm es mit Humor und ausgesprochen gut gelaunt, was offensichtlich einfach seine Sache ist. Assistiert von den beiden Jecken Böhnchen Dennis Masuch und Philipp Elsen – wieder traditionell aus den Reihen des Junggesellenvereins –, verkündete er gleich sein Sessionsmotto: „Prinz und alle Jecken sind eine fröhliche Schar, denn sie wohnen an der Quelle der Ahr. Darum lasst uns alle fröhlich sein in unserem schönen Blankenheim.“

Bis Aschermittwoch, 1. März 2017, kann Ludwig I. nun – nach der Unterbrechung zwischen Weihnachtszeit und Silvester – die Jecken in und um Blankenheim von seinem Frohsinn überzeugen. Der Karnevalsverein, der sich über eine stabile Aktivenschar mit 16 Leuten alleine im „Elferrat“, darunter mittlerweile vier Frauen, freut, wird ihn nach Kräften unterstützen.