Anbau in KronenburgFeuerwehr Dahlem soll an die alte Schule ziehen

So sehen die Pläne aus: Löschgruppenführer Carsten Rader (v.l.), Bürgermeister Jan Lembach, Ortsvorsteher Reinhold Rader und Ratsmitglied Mathias Brandenburg an der derzeitigen Wagenhalle der Feuerwehr in Kronenburger Hütte.
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Dahlem-Kronenburg – Rund 1,5 Millionen Euro wird die umfassende Sanierung der Alten Schule in Kronenburg kosten. Sie soll zu einem modernen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Zudem zieht die Löschgruppe der Feuerwehr um: Sie hat künftig ihren Standort in einem Anbau vor dem neuen Bürgerbegegnungszentrum an der Burgstraße.
In Kronenburger Hütte, gegenüber dem historischen Burgort am Kyllufer, wird ab 2021 eine – je nach Sichtweise – ungewöhnliche Immobilie zum Verkauf stehen: Der Schlauchtrockenturm und die Wagenhalle der 23 Aktiven der Löschgruppe werden frei. Das ist jedenfalls der Plan.
Keine Gelder vom Land
Rund 500000 Euro sind für den aus 20 Vorschlägen vom Stadtrat ausgewählten Entwurf des Stadtkyller Architekturbüros Matthias Dimmer GmbH im Haushalt 2020 eingestellt. Sie müssen allerdings durch Eigenleistung der Aktiven und die Gemeinde Dahlem komplett finanziert werden, denn „Fördermittel des Landes gibt es für einen Feuerwehranbau nicht“, so Bürgermeister Jan Lembach.
„Wir werden den Rohbau übernehmen, Handwerker, sogar einem Bauunternehmer haben wir bei unseren 23 Aktiven dabei“, verspricht Löschgruppenführer Carsten Rader. Das wird die Personalkosten für sonst zu beauftragende Handwerksbetriebe sparen. Warum das alles nötig ist, zeigt Rader gleich in der derzeitigen Wagenhalle in Kronenburger Hütte: Mit nur wenigen Zentimetern Abstand zum TLF und dem kleinen Rettungsquad mit Anhänger für die engen Gassen im historischen Burgort hängen die Feuerwehrjacken und -hosen der Aktiven an den Haken.
Schimmel und das Hallentor
An den Wänden bröckelt Putz, Tag und Nacht läuft ein Luftentfeuchter. „Würde er das nicht tun, würden die Klamotten schimmeln“, so Löschgruppenführer Rader.
Genauso gravierend ist, „dass das Hallentor jetzt schon zu niedrig ist für unser 2002 angeschafftes TLF. Wir haben extra Niederquerschnittreifen aufgezogen und das Tor vergrößert“, so Rader. Aber: Die Einfahrt ist auch zu schmal. Brauchen die Aktiven das Quad, muss erst das TLF aus der Halle gefahren werden. Wertvolle Zeit geht im Notfall verloren. 2026 wird laut Brandschutzbedarfsplan ein neues Fahrzeug für die Löschgruppe Kronenburg fällig, das dann endgültig nicht mehr in der vorhandenen Fahrzeughalle parken könnte.
Auch für den Umbau ihres Begegnungszentrums ist Ortsvorsteher Reinhold Rader auf die tatkräftige Unterstützung seiner Kronenburger angewiesen. Die Maßnahme soll rund 1,12 Millionen Euro kosten. 920000 Euro davon bezahlt die Landesregierung aus dem Fördertopf „Integration im Quartier“, aus dem auch schon der Umbau des Vereinshauses in Dahlem mitfinanziert wurde.
Räume für Vereine
Eigenleistung ist bei diesem Kostenrahmen schon eingeplant. „Wir werden dann künftig statt zweien ein Gebäude mit einer gemeinsamen Heizung bewirtschaften, das wird Kosten sparen“, ist sich Bürgermeister Lembach sicher.
Im Untergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses sollen Technik-, Sanitär- und Lagerräume für die Vereine entstehen. Im Erdgeschoss wird der Veranstaltungsbereich vergrößert und funktioneller gestaltet. Im Obergeschoss entstehen ein großer und ein kleiner Probenraum sowie ein Jugendraum. Größte und teuerste Einzelmaßnahme ist die Erneuerung des Daches.
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Auch von außen wird man dann erkennen können, dass hier die Feuerwehr von Kronenburg zu finden ist. Ihre neue Wagenhalle und der Anbau mit Umkleide und Aufenthaltsräumen werden bordeauxrot und dunkelgrau gestrichen. Dahinter soll das neue in gedecktem Weiß gestrichene Dorfgemeinschaftshaus strahlen.
Für die Löschgruppe sind solche Farbspiele weniger wichtig als eine deutliche Verbesserung der Einsatzbereitschaft: „Die maximale Anfahrtstrecke wird sich für uns von 1,5 auf einen Kilometer deutlich verringern“, freut sich Carsten Rader.



