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„Deutschland – was nun?“Online CDU-Neujahrsempfang in Mechernich

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CDU Neujahrsempfang1

Saßen vor der Kamera: Dr. Hans-Peter Schick (v.l.), Dr. Norbert Röttgen, Klaus Voussem, Detlef Seif und Michael Averbeck.

Kreis Euskirchen/Mechernich – Bei der CDU könnte man fast von einer Digitalisierungsoffensive sprechen. Zunächst stimmten die Mitglieder bundesweit erstmals in der Parteigeschichte auch online über ihren Vorsitzenden ab. Und nun hielt die Kreis-CDU ihren Neujahrsempfang als Hybrid-Veranstaltung ab.

CDU-Neujahrsempfang mit dem Motto „Deutschland – was nun?“

Im Ratssaal des Mechernicher Rathaus waren drei Kameras sowie einige Scheinwerfer aufgebaut und zahlreiche Kabel verlegt worden. „Ein solches Setting hätte ich mir auch nicht vorstellen können“, sagte Michael Averbeck, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Mechernich.

Der Grund für den hohen technischen Aufwand: Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, das Bundestagsmitglied Detlef Seif, der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem sowie der frühere Bundes-Umweltminister Dr. Norbert Röttgen waren im Ratssaal zugegen und hielten von dort aus ihre Grußworte – und beantworteten Fragen der Mitglieder, die online dem Neujahrsempfang folgten.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Deutschland – was nun?“ und wurde von Averbeck moderiert. Digital zugeschaltet sprachen Kreistags-Fraktionschefin Ute Stolz, CDU-Europa-Abgeordnete Sabine Verheyen und Oliver Krauß, Landtagskandidat der CDU für den Wahlkreis 27, zu dem auch Weilerswist gehört, zu den mehr als 80 Mitgliedern vor den digitalen Endgeräten.

Es ging um Außenpolitik und Friedrich Merz

Naheliegend bei einem Gast wie Dr. Norbert Röttgen: Es drehte sich viel um Außenpolitik und Friedrich Merz, dem designierten Parteivorsitzenden, gegen den Röttgen in der Mitgliederbefragung angetreten war.

Röttgen sagte, dass er die Gaspipeline „Nord Stream 2“ für einen politischen Schachzug Russland halte, der allein dazu diene, die Ukraine zu destabilisieren. Die parteiinterne Diskussion über das Grundsatzprogramm der Christdemokraten würde er erst in ein, zwei Jahren führen wollen, so Röttgen.

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Und natürlich stehe er für den Bundesvorstand zur Verfügung, versicherte er. „Aber das muss auch gewollt sein“, sagte der Meckenheimer, der seit 1994 im Bundestag ist. Röttgen sprach sich auch für eine allgemeine Impfpflicht aus und sagte: „Wir brauchen mehr Erklärungen seitens der Politik, um Akzeptanz für Politik zu erhalten.“

„Nun gilt es Geschlossenheit zu demonstrieren“

Der Euskirchener CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem sagte, dass er stolz auf das im Land Erreichte sei. „Vieles war bis 2017 undenkbar. Besonders der Kreis hat von der Koalition profitiert“, sagte er. So seien 69 Millionen Euro Fördergelder in den Kreis geflossen. Die EU-Abgeordnete Sabine Verheyen war schon im Wahlkampfmodus. Knapp 19 Wochen vor der Landtagswahl gab sie den Mitgliedern auf den Weg: „NRW hat Besseres verdient als Rot-Grün oder eine Ampel-Koalition.“

Mechernichs Bürgermeister Schick betonte, dass die CDU in Berlin nicht abgewählt worden sei, weil die SPD so gut gewesen sei, sondern seine Partei nicht geschlossen agiert habe. „Wir haben aber auch Nachholbedarf bei Sachthemen, und wir müssen jungen Frauen eine Perspektive bieten“, so Schick.

Der Weilerswister Bundestagsabgeordnete Detlef Seif berichtete, dass die Mitgliederbefragung ein guter Weg gewesen sei. „Das Ergebnis wird sicherlich nicht allen gefallen haben. Nun gilt es Geschlossenheit zu demonstrieren. Das wird eine große Aufgabe“, so Seif. Von Merz erwarte er kluge Personalentscheidungen, um die parteiinternen Flügel zusammenzuführen.