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Illegale Party in EuskirchenPolizei löst Feier von Erftstädter Gastgeber auf

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Polizeieinsatz (Symbolbild)

Euskirchen-Großbüllesheim – Die Euskirchener Polizei hat am Donnerstagabend eine illegale Geburtstagsparty mit circa 70 Gästen aufgelöst.

Den Beamten wurde gegen 23:30 Uhr eine Ruhestörung auf der Heinrich-Barth-Straße gemeldet. In der Straße angekommen, stellte sich die Ruhestörung als Großparty heraus. Nach Angaben der Polizei hielt sich keiner der Teilnehmenden an die geltende Coronaschutzverordnung.

Direkt nach Eintreffen der Einsatzkräfte flüchtete die Hälfte der Partygäste. Der Veranstalter, ein 44-jähriger Erftstädter, gab an, dass man gerade den Geburtstag seiner 18-jährigen Tochter feiern würde.

Als er dann auf die Lärmbelästigung und die Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung angesprochen wurde, widersetzte er sich den Anordnungen der Polizisten. Er drohte die Gäste gegen die Polizei aufzuwiegeln. Als dies verhindert werden sollte, leistete der Erftstädter erheblichen Widerstand.

Um die Lage und vor allem die notwendigen Folgemaßnahmen durchführen zu können, zogen die Einsatzkräfte Verstärkung aus den umliegenden Polizeibehörden zur Unterstützung heran. Einige der flüchtenden Gäste waren auf einen Schaustellerwagen geklettert. Als die Polizei sie aufforderte herunterzuklettern, weigerte sich einer der Feierwütigen. Den Beamten blieb nichts anderes übrig, als ihn mit körperlicher Gewalt herunterzuholen. Dabei leistete der Mann Widerstand. 

Gegen ihn sowie auch gegen den Veranstalter fertigte die Polizei Strafanzeigen. Auch ließ sie beiden Personen Blutproben entnehmen. Die Beamten konnten die Personalien weiterer 25 Partygäste feststellen. Die Polizei fertigte gegen sie und den Veranstalter Strafanzeigen. Zudem erstellten sie gegen alle Beteiligten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung.

Dem Veranstalter droht nun ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro und den teilnehmenden Gästen je 250 Euro wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverodnung.

Der Polizeieinsatz hinterließ aber offensichtlich nicht bei allen Gästen einen bleibenden Eindruck. Denn als Beamten wenige Stunden später den Ort der illegalen Party kontrollierte, traf sie erneut sieben Gäste an. Sie mussten den uneinsichtigen Feiernden erst damit drohen, sie alle in Gewahrsam zu nehmen, bevor sie die Feier verließen. (red)