Spielertrainer Christian Antons und Christoph Gier sind weiter an Bord, sehen das Ende aber kommen. Philipp Greuel ist zurück in Zülpich.
BasketballMit dem Rollator für den TuS Zülpich auf dem Spielfeld stehen, ist nicht das Ziel

Ist zurück bei den Basketballern des TuS Zülpich: Philipp Greuel (l.).
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Der TuS Zülpich geht mit einem klaren Konzept in die neue Basketball-Landesliga-Saison. Statt kurzfristiger Ziele setzen Spielertrainer Christian Antons und sein Trainerkollege Christian „Hossi“ Gier konsequent auf Nachhaltigkeit. Der vor einiger Zeit entwickelte Drei-Jahres-Plan soll die Mannschaft sportlich weiterentwickeln, junge Spieler an das Team heranführen und den Verein langfristig zukunftsfähig machen.
Dabei erhält der TuS prominente Verstärkung: Mit Philipp Greuel kehrt ein ehemaliger Zülpicher zurück, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für Hürth in der Oberliga auflief und nun seine Erfahrung wieder bei seinem Heimatverein einbringen möchte.
Wir hatten einen gedanklichen Drei-Jahres-Plan. In dem Plan sind wir voll drin.
„Wir hatten einen gedanklichen Drei-Jahres-Plan. In dem Plan sind wir voll drin“, sagt Antons. Nachdem die vergangene Spielzeit vor allem der Konsolidierung gedient habe, soll nun der nächste Entwicklungsschritt folgen. Die Mannschaft habe sich nicht nur sportlich stabilisiert, sondern auch eine klare Identität bekommen.
„Wir haben eine neue DNA entwickelt und stehen vor allem für eine starke Defensive. Das wollen wir in dieser Saison weiter forcieren“, erklärt der 37-Jährige. Gleichzeitig sollen attraktiver Team-Basketball gespielt und der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden.
Geordneter Generationswechsel ist das Ziel – auf Feld und Trainerbank
Dabei denken die beiden Trainer bereits über ihre eigene Nachfolge nach. Antons und „Hossi“ wollen den Verein nicht dauerhaft von ihrer eigenen Präsenz abhängig machen, sondern den Übergang zu einer neuen Trainergeneration vorbereiten. „Wir sind bereit, gegebenenfalls noch ein drittes Jahr zu machen. Wenn aber ein geeigneter Nachfolger da ist, können wir die Mannschaft auch früher übergeben“, sagt Antons. Das Ziel sei ein geordneter Generationswechsel – sowohl auf der Trainerbank als auch innerhalb der Mannschaft.
Ein wichtiger Baustein dabei ist die Rückkehr von Philipp Greuel. Der Guard soll nun mit den etablierten Kräften und den jungen Talenten Verantwortung übernehmen. Hinzu kommt das Comeback von David Broll, der nach fast einem Jahr Verletzungspause wegen einer Knieverletzung wieder angreifen kann. Für Antons ist außerdem Simon Benentreu, der in der vergangenen Saison nach seiner Rückkehr aus Meckenheim nur eingeschränkt zur Verfügung stand, „fast wie ein halber Neuzugang“.
Die Rückkehr von Philipp und das Comeback von David Broll nach fast einem Jahr Knieverletzung sind für unseren Weg der Verjüngung und Qualitätsoptimierung ideal.
„Die Rückkehr von Philipp und das Comeback von David Broll nach fast einem Jahr Knieverletzung sind für unseren Weg der Verjüngung und Qualitätsoptimierung ideal. Es beweist das Vertrauen in den von Christoph Gier und mir eingeschlagenen Weg“, sagt Antons.
Besonders hoch schätzt der Spielertrainer die Qualität im hinteren Feld ein. „Philipp ist gemeinsam mit Nick Virnich in der Landesliga ein Top-Duo auf den Guard-Positionen“, sagt Antons. Das soll dem Spiel des TuS zusätzliche Stabilität und Kreativität verleihen.
Auch Greuel selbst freut sich auf seine Rückkehr: „Der TuS Zülpich hat mir auf und neben dem Court viel mitgegeben. Deshalb freue ich mich besonders darauf, nun wieder meinen Teil beitragen zu können.“
Entwicklung der Talente spielt eine wichtige Rolle
Mindestens genauso wichtig ist für Antons aber die Entwicklung der eigenen Talente. Wieder rücken mehrere Nachwuchsspieler aus den jüngeren Jahrgängen in den Kader auf und sammeln bereits in der Vorbereitung erste Erfahrungen bei den Senioren.
„Für die Zukunft sind wir wieder richtig gut aufgestellt. Es macht viel Freude, die jungen Spieler bereits jetzt ins Training einzubinden“, betont der Spielertrainer.
Die Zielsetzung für die neue Saison geht deshalb über Tabellenplätze hinaus. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Entwicklung der Mannschaft. Der Fokus liege auf einem erfolgreichen Generationswechsel und darauf, die jüngeren Spieler kontinuierlich an Verantwortung heranzuführen. Umso besser, wenn am Ende eine positive Saisonbilanz erreicht wird.
Rückkehrer soll beim TuS direkt vorangehen
Antons möchte, dass Rückkehrer Greuel dabei mit seiner Erfahrung aus seiner Zeit in Hürth vorangeht und die jüngeren Mitspieler bestmöglich unterstützt. „Wir sind motiviert für die kommende Saison und haben ein starkes, gut aufgestelltes Team“, sagt er.
Kein altes Eisen Dass Antons und sein Trainerkollege sportlich noch immer wichtige Rollen einnehmen, zeigte bereits die vergangene Saison. Dennoch wissen beide, dass ihre aktive Zeit nicht unbegrenzt weitergehen wird.
Mit dem Rollator auf dem Spielfeld? Das ist nicht das Ziel
Mit einem Augenzwinkern sagt Antons: „Das Ziel sollte sein, dass Hossi und ich nicht mit dem Rollator noch übers Spielfeld laufen.“ Zwar gehörten beide „bei weitem noch nicht zum alten Eisen“, dennoch müsse der Verein rechtzeitig den nächsten Schritt einleiten.
„LeBron James spielt auch mit 41 noch – das sollte aber nicht unser Ziel sein.“ Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit stimmt den Spielertrainer jedenfalls optimistisch. Die Trainingsbeteiligung sei hoch, die Stimmung innerhalb der Mannschaft hervorragend und die Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Talenten verspreche viel Potenzial.
„Die Saisonvorbereitung macht aktuell richtig viel Spaß. Jetzt freuen wir uns auf die ersten Spiele im September“, blickt Antons voraus. Mit dieser Mischung aus Kontinuität, Nachwuchsförderung und der Rückkehr erfahrener Leistungsträger will der TuS Zülpich den nächsten Schritt gehen – und gleichzeitig die Grundlagen dafür schaffen, dass der Verein auch in den kommenden Jahren erfolgreich Basketball spielt.
Die Erftbaskets aus Bad Münstereifel lassen es noch ruhig angehen
Bei den Erftbaskets aus Bad Münstereifel gibt es vor dem Start in die neue Saison keine größeren Veränderungen. Trainer Florian Hammes spricht nach der vergangenen Spielzeit bewusst von einer ruhigeren Phase: „Wir haben nach der intensiven Saison erst einmal die Ruhe genossen, um Kraft für die neue Saison zu tanken.“
Mit der Saisonvorbereitung hat der Oberliga-Aufsteiger mittlerweile begonnen. Große personelle oder sportliche Neuigkeiten gibt es beim Verein derzeit nicht. Stattdessen setzt der Trainer auf die bewährte Vorbereitung.
