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Kreisliga ADahlem-Schmidtheim schafft den direkten Wiederaufstieg

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Fußballer Tim Breuer vom TSV Schönau im roten Trikot setzt sich  gegen zwei Spieler des SV Frauenberg in schwarzen Trikots durch.

Tim Breuer sicherte dem TSV Schönau in Frauenberg spät den Punktgewinn.

Schöneseiffen kassiert gegen FlaKi nach 3:0-Führung in der neunten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich.

SG Dahlem-Schmidtheim – SSV Golbach 7:2 (2:0). Mit einem klaren 7:2-Erfolg gegen den SSV Golbach hat die SG Dahlem-Schmidtheim den direkten Wiederaufstieg perfekt gemacht und sich als einer der besten Zweitplatzierten das Ticket für die Bezirksliga gesichert. Dahlem übernahm früh die Kontrolle und ging durch Niklas Hahn in Führung (32.), Dominik Vilz legte noch vor der Pause nach (38.).

Nach dem Seitenwechsel zog die SG davon: Sebastian Etten (50.) und erneut Vilz (54.) erhöhten. Zwar verkürzte Max Hofmann per Handelfmeter (58.), doch Dahlem antwortete direkt durch Silvio Ferjani (62.) und Dino Halicic per Foulelfmeter (71.). Hofmann traf zwar erneut (75.), den Schlusspunkt setzte jedoch Vilz mit seinem dritten Treffer (87.). Trainer Christian Hammes zeigte sich entsprechend zufrieden: „Der Sieg geht so absolut in Ordnung, auch in der Höhe.“ Besonders wichtig war aus seiner Sicht der Aufstieg: „Das war das Wichtigste.“

Golbach hielt personell stark geschwächt zwar lange dagegen, musste im Spielverlauf aber mehrfach umstellen. Trainer Michael Müller sprach deshalb von einem „hoch verdienten Sieg“ für Dahlem und betonte: „Solche Spiele muss man abhaken.“

Zuschauer sehen in Sötenich ein taktisch interessantes Spiel

SV Sötenich – SSV Weilerswist 1:2 (1:1). In einer taktisch geprägten Partie brachte Marvin Neumann die Gastgeber in Führung (27.), bevor Dennis Besirovic wenig später ausglich (32.). Danach entwickelte sich ein enges Spiel mit wenigen klaren Chancen, in dem beide Mannschaften defensiv stabil standen. „Es wurde wenig zugelassen“, erklärte Weilerswists Trainer Frederik Ziburske.

Beide Teams hatten im weiteren Verlauf Möglichkeiten auf den Sieg, wobei vor allem die Torhüter überzeugten. Sötenichs Uwe Metternich verteilte deshalb ein Sonderlob an Keeper Aaron Zander, hob aber auch Weilerswists Schlussmann Daniel Arndt hervor. Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, traf Felix Kortholt in der Nachspielzeit zum   Sieg (90.+1).

Metternich sprach von einem „packenden, taktisch hochinteressanten Kreisliga-A-Spiel“, während Weilerswists Übungsleiter Ziburske den späten Erfolg als „ein bisschen glücklich, aber nicht unverdient“ einordnete.

Tus Mechernich lässt Vernich keine Chance

TuS Mechernich – TuS Vernich 8:0 (4:0). Mit einem furiosen Heimsieg gegen Vernich hat sich die TuS Mechernich eindrucksvoll von den Abstiegsrängen ferngehalten und den personellen Problemen getrotzt. Nach einigen vergebenen Chancen platzte bei den Gastgebern Mitte der ersten Halbzeit der Knoten: Tim de Jong eröffnete den Torreigen (17.), bevor Tom Lengersdorf (27.) und Jonas Hohn (28.) schnell nachlegten.

Noch vor der Pause erhöhte Dominik Linden (45.+2.), der nach dem Seitenwechsel mit zwei weiteren Treffern einen Dreierpack schnürte (47., 54.). Tim Lambertz (63.) und erneut Lengersdorf (86.) machten den Kantersieg perfekt.

TuS-Trainer Mirco Mertens sprach trotz des klaren Ergebnisses von einer besonderen Leistung. „Wir hatten heute einen personell sehr geschwächten Kader“, sagte er und lobte gleichzeitig die geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders nach dem ersten Treffer habe es „fast wie von selbst“ funktioniert.

In der 99. Minute kassiert Schöneseiffen noch den Ausgleich

SG Flamersheim/Kirchheim – SV Schöneseiffen 3:3 (0:3). Trotz einer Drei-Tore-Führung hat der SV Schöneseiffen bei FlaKi nur einen Punkt mitgenommen und in letzter Sekunde noch den Ausgleich kassiert. Die Gäste erwischten einen perfekten Start: Maurice Niedermeier traf zur Führung (4.) und legte kurz vor der Pause nach (41.), bevor Timo Bornewasser noch vor dem Seitenwechsel auf 3:0 erhöhte (43.).

Schöneseiffen präsentierte sich dabei taktisch diszipliniert und effektiv. „In der ersten Halbzeit haben wir es wirklich sehr gut gemacht“, sagte Trainer Heiko Zimmer. Nach der Pause drehte FlaKi jedoch deutlich auf. Paul Doppelfeld verkürzte zunächst (56.), Leon Trichkovski brachte die Gastgeber weiter heran (62.). Schöneseiffen verteidigte die Führung lange leidenschaftlich, haderte zwischendurch aber mit einer zurückgenommenen Elfmeterentscheidung.

In der neunten Minute der Nachspielzeit traf Doppelfeld schließlich zum 3:3-Endstand. FlaKi-Trainer Marco Markwald sprach nach der Aufholjagd von einer verdienten Belohnung, während Zimmer den späten Ausgleich als „wieder mal bitter“ bezeichnete.

Das Spiel in Frauenberg war nichts für Feinschmecker

SV Frauenberg – TSV Schönau 1:1 (0:0). Trotz langer Unterzahl hat sich der TSV Schönau beim SV Frauenberg noch einen Punkt erkämpft. Die Partie war über weite Strecken zerfahren und von vielen Unterbrechungen geprägt. Kurz vor der Pause sah Schönaus Lukas Wollenweber nach einem Foul Rot (45.), nachdem Frauenbergs Julian Crombach verletzt ausgewechselt werden musste. „Die Rote Karte war ganz klar eine“, sagte Frauenbergs Trainer Marcel Timm, während Gerrit Ueckert erklärte: „Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann man auch anders reagieren.“

Nach torloser erster Halbzeit brachte Tom Bauer die Gastgeber in Führung (66.), nachdem Denis Moruz zuvor mit einem Elfmeter an Schönaus Torwart Thomas Duell gescheitert war. Trotz Unterzahl stemmte sich Schönau gegen die Niederlage und wurde in der Nachspielzeit belohnt, als Tim Breuer ausglich (90.+1.). Ueckert verteilte anschließend ein „riesen Kompliment“ an seine Mannschaft und hob den Einsatzwillen hervor. Timm wiederum sprach von einem „ganz, ganz schlechten Kreisliga-A-Spiel“ und kritisierte neben beiden Teams auch die Spielleitung deutlich.

Lommersum und Nierfeld liefern sich ein wildes Offensivspektakel

SSV Lommersum - SV SW Nierfeld 4:6 (1:1). In einem wilden Offensivspektakel hat sich der SV SW Nierfeld mit 6:4 bei Tabellenschlusslicht SSV Lommersum durchgesetzt. Die Gastgeber gingen durch Joshua Schramm in Führung (6.), doch Mory Kaba glich aus (26.). Direkt nach der Pause legte Marcel Ebel erneut für Lommersum vor (47.), bevor die Partie so richtig Fahrt aufnahm: Kaba (51.) und Patrick Pohl (55.) drehten das Spiel, nur wenige Sekunden später stellte Ebel wieder auf Gleichstand (56.).

Danach zeigte sich Nierfeld konsequenter vor dem Tor. Nils Hahn (63.) und Jonas Küpper (85.) trafen für die Gäste, bevor Ebel noch einmal Hoffnung aufkommen ließ (89.). Torben Hörnchen entschied die Partie endgültig (90.).

Nierfelds Trainer Dirk Scheer sah den Unterschied vor allem in der Offensive: „Am Ende war unser Sturm einfach effektiver.“ Trotz der erneuten Niederlage zeigte sich Lommersums Übungsleiter Timo Bong kämpferisch: „Wir werden bis zum Ende alles versuchen. Solange der Nichtabstieg rechnerisch möglich ist, hauen wir alles rein.“