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Fußball-MittelrheinligaTuS Zülpich stürzt im zweiten Heimspiel den zweiten Favoriten

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Marvin Iskra dribbelt auf einen Gegner zu.

Ein herausragendes Spiel zeigte Marvin Iskra gegen seinen Ex-Klub.

Die Römerstädter aus Zülpich zeigten vor eigenem Publikum erneut eine Topleistung und schlugen den favorisierten VfL Vichttal mit 4:3.

TuS Chlodwig Zülpich – VfL Vichttal 4:3 (0:1). Nach der grandiosen 5:2-Heimpremiere vor 14 Tagen gegen Siegburg und dem 0:5-Debakel bei Mitaufsteiger Lindenthal-Hohenlind vor einer Woche durfte man äußerst gespannt sein, welches ihrer bislang zwei Gesichter die Zülpicher zu Hause gegen Vichttal präsentieren würden. Zur Freude der TuS-Anhänger zeigten sich die Römerstädter auch beim zweiten Auftritt an der Blayer Straße in absoluter Topform und zwangen damit den nächsten Titelkandidaten in die Knie.

Wie schon gegen Siegburg sahen die Zuschauer nicht nur sieben Treffer (diesmal allerdings etwas anders verteilt), sondern auch ein mitreißendes Mittelrheinligaspiel, das schon jetzt Vorfreude auf die kommenden Heimpartien weckte und dem vor allem ein Mann seinen Stempel aufdrückte.

Spieler des Spiels war Dreifachtorschütze Marvin Iskra

Natürlich war der Erfolg über ein solches mit hervorragenden Individualisten besetztes Topteam nur durch eine erstklassige Kollektivleistung möglich. Egal ob Schlussmann Jan Beyers, der kurz vor dem Siegtreffer mit einer spektakulären Flugeinlage den Distanzschuss von Apostolos Ioannidis über die Querstange lenkte und den Rückstand verhinderte, der sich nach seiner frühen Einwechslung nahtlos einfindende und später zum 3:3 erfolgreiche Marlon Große oder das zentrale Mittelfeldtrio Yannick Frings, Thomas Leßenich und Nico Berekoven – sie alle hatten dank ihres enormen Einsatzes großen Anteil am Dreier.

Zwei Männer unterhalten sich.

Ein Wiedersehen zwischen David Sasse (r.) und seinem Ex-Trainer Achim Züll gab es vor dem Anpfiff.

Ein Zweikampf zweier Fußballer wird vom Trainer im Hintergrund beäugt.

Vor der Pause hatte Johannes Püllen (l.) gegen Sinan Ak häufig das Nachsehen.

Ein Zülpicher Auswechelspieler hat sich komplett in rote Decken gehüllt, ein weiterer hat die Beine bedeckt.

Dass der Herbst vor der Tür steht, sah man auch auf der Zülpicher Bank.

Herausheben durfte man an diesem Nachmittag dennoch eine Person: Angreifer Marvin Iskra. Neben seinem herausragenden läuferischen und kämpferischen Engagement gelangen dem Goalgetter drei Treffer, wobei vor allem der letzte zum 4:3-Endstand – ein perfekter Abschluss aus vollem Lauf ins rechte obere Eck – sehenswert war. Kaum zu glauben, dass Iskra vor zwei Jahren noch beim VfL Kommern in der Kreisliga C unterwegs war. Mittlerweile ist er längst zu einer unverzichtbaren Größe im Zülpicher Kader geworden und wurde bei seiner Auswechslung vom Publikum zurecht gefeiert.

Spielverlauf: Vichttal führt dreimal, verliert aber dennoch

Ein fußballerisch stärkerer Gegner als die Gäste dürfte in nächster Zeit kaum auf den TuS zukommen. Dennoch gelang es den Platzherren über weite Strecken, gefährliche Abschlüsse auf den Kasten von Jan Beyers zu verhindern und sich selbst einige Möglichkeiten, wie den Flachschuss von Berekoven kurz vor der Pause, herauszuarbeiten. Als der gute Schiedsrichter Julius Zill bereits die Pfeife im Mund hatte, passierte es dann aber doch: Die Abwehr konnte den Ball von Marciano Aziz nicht blocken und auch Beyers war aus relativ kurzer Distanz chancenlos.

Da die Vichttaler trotz ihrer hohen Qualität im Defensivverhalten Fehler machten, kam der TuS direkt nach Wiederanpfiff zum Ausgleich. Verteidiger Robin Ahns vertändelte den Ball gegen Iskra, der zunächst am Keeper scheiterte, über Umwege jedoch erneut zum Zuge kam und diesmal knallhart abschloss. Kurzpassspiel in Perfektion demonstrierte der VfL fast im direkten Gegenzug, als Sinan Ak mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:1 traf.

Ein Abstauber von Iskra brachte das 2:2, ehe der bei einer Ecke sträflich frei stehende Gnondi per Kopf die letztmalige Führung für Vichttal erzielte. Ein Patzer von Torhüter Frederik Said, der den 25-Meter-Versuch von Marlon Große über die Hände rutschen ließ, führte zum 3:3, ehe Iskra vier Minuten vor dem Abpfiff den Schlusspunkt setzte.

Das sagt Trainer David Sasse

„Man hat heute wieder gesehen, was mit der richtigen Einstellung und dem Herz in der Hand möglich ist. Dazu beigetragen hat auch die geile Atmosphäre, bei der es einfach Bock macht, Fußball zu spielen. Deshalb geht ein großes Dankeschön an die Zuschauer, die uns auch bei Nieselregen wieder zahlreich unterstützt haben. Besonders gefreut habe ich mich, dass mein alter Trainer Achim Züll heute da war.“