Zwei Jahre lang spielten Frauen bei der SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim in einer Männermannschaft. Jetzt gibt es wieder ein Damenteam.
FußballSpVg Nöthen-Pesch-Harzheim hat wieder eine reine Frauenmannschaft

Die SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim bringt nach zwei Jahren wieder eine Frauenmannschaft an den Start. Zuletzt hatte der Verein eine gemischte Mannschaft bei den Herren spielen lassen.
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Nach zwei Jahren ohne eigenständiges Team kehrt der Frauenfußball nach Nöthen zurück. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatten einige Fußballerinnen in der dritten Mannschaft der Senioren gespielt. Dass nun wieder eine reine Frauenmannschaft an den Start geht, geht auf die Initiative der Kickerinnen zurück.
Die Nöthenerinnen wünschten sich wieder eine reine Damenmannschaft und begannen, ehemalige Mitspielerinnen zu kontaktieren, auf Vereinsfesten Werbung zu machen und im Freundeskreis nach Interessierten zu fragen. Die Resonanz war deutlich größer als erwartet: Binnen kurzer Zeit formierte sich ein großer Kader, der Neugründung stand nichts mehr im Wege.
Der Kader der Frauenmannschaft besteht aus rund 30 Spielerinnen
Rund 30 Spielerinnen gehören inzwischen zum Aufgebot. Diese Größe sehen die Verantwortlichen als wichtigen Faktor, um Ausfälle durch Urlaub, Verletzungen oder berufliche Verpflichtungen auffangen zu können. Gemeldet wurde die Mannschaft als 9er-Flex-Team. Dadurch kann sie – abhängig von der personellen Situation – sowohl mit neun als auch mit elf Spielerinnen antreten. Das verschafft zusätzliche Flexibilität und nimmt in der ersten Saison Druck aus der Planung.
Einige Spielerinnen werden zudem weiterhin für die gemischte dritte Mannschaft auflaufen. Zwei bis vier Akteurinnen möchten beide Teams unterstützen. Damit dies organisatorisch funktioniert, sollen die Heimspiele der neuen Damenmannschaft sonntags am Vormittag ausgetragen werden.

Neues Gesicht an der Seitenlinie: Coach Frank July.
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Kümmert sich um Fitness und Athletik: Lotta Schäfer.
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Auch das Trainerteam ist breit aufgestellt. Der neue Cheftrainer Frank July erhält Unterstützung von Fitnesstrainerin Lotta Schäfer sowie Torwarttrainer Jonas Steffens. Die Verantwortlichen versprechen sich davon eine intensive Betreuung in den Bereichen Taktik, Athletik und Torwarttraining. Alle Trainer konnten über Kontakte innerhalb der Mannschaft gewonnen werden.
Trainiert wird zweimal pro Woche, jeweils dienstags und freitags. Jede Einheit beginnt mit einer rund halbstündigen Athletikeinheit. Auf dem Programm stehen Dehnungs-, Mobilitäts-, Kraft- und Stabilisationsübungen. Der körperlichen Fitness kommt im Trainingskonzept eine zentrale Bedeutung zu.
Die Ziele: Spaß am Fußball, als Mannschaft zusammenwachsen
Für Coach Frank July war die Anfrage schnell reizvoll. Spielerinnen hatten ihn auf das Projekt aufmerksam gemacht. Die Idee, eine neue Mannschaft aufzubauen und gemeinsam etwas Nachhaltiges zu entwickeln, überzeugte ihn ebenso wie das große Engagement der Beteiligten. Bereits nach dem ersten Gespräch war klar, dass beide Seiten gut zusammenpassen.
Sportlich steht in der Premierensaison nicht der unmittelbare Erfolg im Vordergrund. Vorrangig wollen die Verantwortlichen und Spielerinnen als Mannschaft zusammenwachsen, Spaß am Fußball haben und eine stabile Gemeinschaft entwickeln. Natürlich sollen auch Siege eingefahren werden, doch der Leistungsdruck soll bewusst gering gehalten werden. Vielmehr geht es darum, eine solide Basis für die kommenden Jahre zu schaffen.
July sieht in Nöthen gute Voraussetzungen für den Neustart des Frauenfußballs
Genau darin sehen Verein und Trainerteam den entscheidenden Unterschied zu früheren Anläufen. Die Damenmannschaft soll sich dauerhaft etablieren und sich Jahr für Jahr weiterentwickeln. Ein erneuter Rückzug wegen Spielermangels soll vermieden werden.
Auch taktisch befindet sich das Team noch in einer Findungsphase. Trainer July favorisiert grundsätzlich ein 3-4-3-System, möchte sich jedoch nicht frühzeitig festlegen. In den kommenden Wochen sollen verschiedene Formationen ausprobiert werden, um die Spielweise zu finden, mit der sich die Mannschaft am wohlsten fühlt.
Bereits jetzt hebt der Trainer die gute Kommunikation und das gegenseitige Verständnis innerhalb des Teams hervor – eine wichtige Grundlage für den Neustart des Frauenfußballs in Nöthen.
An dem Neustart hat auch Betreuerin Deborah Sampels großen Anteil. Sie ist mehr als die gute Fee im Hintergrund. „Ohne ihr Engagement an allen Fronten wären wir nicht da, wo wir jetzt schon wieder sind“, lobt Spielerin Eva Zumbé, die selbst eine der treibenden Kräfte hinter dem Neuanfang war.
TuS Zülpich trifft in der Pokalqualifikation auf Immekeppel
Im Kreispokal treten die Frauen der SpVg Nöthen-Pesch-Harzheim nicht an. Die Paarungen der ersten Runde sind noch nicht ausgelost.
Dagegen steht fest, dass die Frauen des TuS Zülpich im FVM-Pokal in der Quali-Runde auf den TuS Immekeppel treffen, und zwar am Sonntag, 6. September. Eine Woche später ist der TuS erstmals in der Meisterschaft gefordert. In der Landesliga geht es zu Hause gegen den SV Merken. Der TB-SV Füssenich-Geich trifft auf BW Köln.
