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Sportlerwahl 2025Urgestein Corinna Schmitz verlässt die HSG Euskirchen

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Corinna Schmitz setzt zum Wurf an. Gegner ist ihr neuer Verein aus Bonn.

Eigentlich undenkbar: Corinna Schmitz spielt nicht mehr für die HSG Euskirchen.

Corinna Schmitz führte die HSG Euskirchen zum Klassenerhalt in der Oberliga und gab kurz nach Saisonstart ihren Wechsel nach Bonn bekannt.

Für die Seriennominierte Corinna Schmitz dürfte 2025 ein weiteres prägendes Jahr ihrer Handballgeschichte gewesen sein. Als Kapitänin der HSG Euskirchen führte sie ihre Mannschaft in der ersten Jahreshälfte zum souveränen Klassenerhalt in der Oberliga, der zum Jahreswechsel noch in weiter Ferne lag. Die Rückraumspielerin wurde abermals zur Garantin des Erfolgs, denn an ihr hat sich die gesamte Mannschaft orientiert und ist letztlich über sich hinausgewachsen.

Schmitz selbst unterstrich ihre herausragende Leistungen Woche für Woche und landete eine Trefferausbeute von 230 Toren in 23 Spielen. Somit warf sie zehn Tore im Spiel und stellte ihre Torgefährlichkeit einmal mehr heraus. Es sollte allerdings vorerst das letzte Highlight des Jahres bleiben.

Corinna Schmitz hatte die Lust auf das Handballspielen verloren

Im Sommer 2025 ging es nach vielen personellen Abgängen, mit einem neuen Trainer und einer sehr schwierigen Vorbereitung, in der die 32-Jährige nach eigenen Aussagen „die Lust auf das Handballspielen verloren hatte“, in die nächste Oberligasaison. Bereits nach zwei Spielen merkte Corinna Schmitz aber, dass sie an einem Punkt angelangt sei, in dem sie etwas für sich persönlich tun müsse, um selbst wieder aus dem Tal der Lustlosigkeit herauszukommen. Sie entschied sich daher nach einigen schlaflosen Nächten zu einem Wechsel während der Saison zum TSV Bonn rrh., der mit seiner ersten Damenmannschaft in der Regionalliga und der zweiten Mannschaft in der Oberliga spielt.

Das Euskirchener Urgestein vollzog diesen Schritt aus rein persönlichen Gründen und betont, dass sie weder mit der Mannschaft noch mit dem Verein gebrochen hat. „Ich bin jetzt in einem Alter, wo ich mich am Scheideweg meiner Karriere befinde, und wenn ich jetzt nicht gegangen wäre, dann wohl nie mehr“, sagt die HSG-Identifikationsfigur, die sogar ans Aufhören gedacht hatte. Die Euskirchenerin bleibt aber als Trainerin und Jugendwartin bei der HSG tätig.

Corinna Schmitz hat viele Jahre lang andere Angebote von höherklassigen Vereinen ausgeschlossen und nie den Schritt raus aus Euskirchen gewagt. Jetzt in Bonn, in einem neuen Umfeld, will sie noch einmal neu starten, angreifen und wieder Spaß am Handball bekommen. Gelingt ihr dies, dann wird sie ihre Bedeutung in ihrem neuen Verein schnell unter Beweis stellen. Der erneute Vorschlag zur Sportlerinnenwahl ehrt sie natürlich, weil er ihr zeigt, dass die Menschen im Kreis ihre Leistungen sie weiterhin wertschätzen.


Die Nominierten der Sportlerwahl werden in lockerer Reihenfolge vorgestellt. Abgestimmt werden kann noch nicht. Sobald die Abstimmung freigeschaltet ist, wird die Redaktion das separat ankündigen.