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HallenfußballBei den Turnieren des VfL Kommern zeigten Teams ein vorbildliches Miteinander

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Ein Spielerin des TuS Zülpich ist am Ball, ihr nähert sich eine Gegenspielerin aus Kaster.

Die Juniorinnen aus Zülpich (rote Trikots) waren eines der wenigen Teams aus dem Kreis Euskirchen.

Die Hallenturniere der Mädchen und Frauen am Samstag und Sonntag in Mechernich blieben trotz des Winterwetters von Absagen verschont.

Die Vorzeichen für das erste Hallenturnier-Wochenende des VfL Kommern in der Mechernicher Dreifachturnhalle, das ganz im Zeichen des Mädchen- und Frauenfußballs stand, hätten wahrlich besser sein können. Das pünktlich in der Nacht zum Samstag zur Hochform auflaufende Winterwetter ließ befürchten, dass einige Vereine mit einer weiten Anreise (und davon gibt es beim Mädchen- und Frauenfußball erfahrungsgemäß immer eine ganze Menge) ihre Teilnahme absagen würden.

Doch die Sorgen von Turnierleiter Sascha Wagner, der an den beiden Tagen nur mal kurz zum Schlafengehen zu Hause vorbeischaute, sollten sich als unbegründet erweisen. „Trotz der Witterungsverhältnisse sind alle 40 Mannschaften gekommen, was sicherlich keine Selbstverständlichkeit darstellt“, freute sich der Coach der ersten Damenmannschaft, deren Turnier den ersten Wettkampftag zu recht später Stunde beschloss.

Kommern unterlag in Halbfinale und Spiel um Platz drei jeweils knapp

In der Endabrechnung landete der VfL, der in der Bezirksliga auf dem ersten Tabellenplatz überwintert, auf Rang vier, nachdem man sowohl das Halbfinale gegen den Bedburger BV als auch die Partie um den dritten Platz gegen Fortuna Köln knapp verloren hatte. Ganz vorne stand letztlich der SSV Merten, der sich im Duell der beiden Landesligisten im Siebenmeterschießen gegen den BVB behauptete. „Alle Spiele waren sehr eng, von den letzten vier Mannschaften hätten alle durchaus ins Finale kommen können“, lobte Wagner das durchweg hohe Niveau der Veranstaltung, für die außer den Gastgeberinnen keine Teams aus dem Kreis Euskirchen gemeldet hatten.

Eine Jugendspielerin des VfL Kommern im Zweikampf mit einer Gegenspielerin. Beide Mädchen arbeiten mit den Armen.

Die C-Juniorinnen des VfL Kommern (r.) belegten bei ihrem Turnier Platz sieben.

Während es bei den Damen mit Zülpich, Füssenich-Geich oder Wißkirchen potenzielle Kandidaten gegeben hätte, ist die Dichte an Vereinen aus der Region bei den Juniorinnen noch geringer, sodass die Klubs – falls sie an derartigen Wettbewerben partizipieren möchten – teils immense Strecken in Kauf nehmen müssen. Die Bereitschaft war zum Glück des Veranstalters jedoch kein Problem, innerhalb eines Tages waren die Jugendturniere restlos ausgebucht: unter anderem mit Alemannia Aachen, Tusa Düsseldorf, dem SV Schwanenberg (Kreis Heinsberg) oder dem SV Kaster aus Bedburg, der sich für die weite Anreise mit dem Turniersieg bei den C-Juniorinnen belohnte.

Einmal mehr fiel das äußerst faire Miteinander auf und neben dem Spielfeld ins Auge, der Umgang zwischen Spielerinnen, Trainern und Zuschauern kam ohne Nickligkeiten oder verbale Entgleisungen aus, was bei der männlichen Konkurrenz eher selten zu beobachten ist. Schön auch, dass die Leistung der Teams und einzelner Spielerinnen mehr als ansehnlich war. „Ein paar Talente werden im nächsten Sommer zu den Bundesligisten aus Köln und Mönchengladbach wechseln“, so Wagner, der abschließend aber auch die Teilnahme der Grundschule Mechernich, die ohne Vereinsspielerinnen und jegliche Turniererfahrung angetreten war, hervorhob.