Euskirchen – Nach einem Brand in der Karlstraße in Euskirchen sind am Donnerstag nach Angaben der Feuerwehr vier Frauen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Das Feuer war gegen 16.45 Uhr ausgebrochen.
36-Jähriger unter Tatverdacht
Ein Beamter sagte, es sei denkbar, dass zunächst eine Couch und Matratzen, die auf dem Gehweg deponiert worden waren, Feuer gefangen hätten. Von dort hätten die Flammen auf das Mehrfamilienhaus an der Ecke Karlstraße/Grünstraße übergegriffen, in dem sich auch eine Bäckereiverkaufsstelle mit Café-Betrieb befindet.
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Der Tatverdacht richtet sich gegen einen 36-Jährigen, der zuletzt im Euskirchener Stadtgebiet gemeldet war, jedoch derzeit ohne festen Wohnsitz ist. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.
Bei den vier Frauen, die mutmaßlich durch Rauchgas verletzt wurden, handelt es sich nach Darstellung von Brandinspektor Thomas Schmitz um eine Mitarbeiterin der Bäckerei und um drei Bewohnerinnen des Hauses. Letztere hätten versucht, aus einem der oberen Geschosse durch das Treppenhaus ins Freie zu gelangen, seien wegen des starken Rauchs aber zurückgekehrt.
25 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Die Feuerwehr habe sie über ihr Hubrettungsfahrzeug aus dem Haus geholt, sagte Schmitz, der den Einsatz mit Alexander Rheindorf leitete. 25 Feuerwehrleute waren an den Brandort geeilt: Kräfte der hauptamtlichen Wache, des Löschzugs Zentrum sowie der Löschgruppen Euenheim und Elsig. Hinzu kamen ein Notarzt-Team und drei Rettungswagen mit Besatzung.
Die Polizei sperrte die Karlstraße zwischen Annaturmplatz und Carmanstraße, ebenso Teile der Grünstraße. Nachdem die Wehrleute den Brand gelöscht hatten, lüfteten sie das Gebäude.
