Die Flying Balls der Marienschule Euskirchen sind beim Webbewerb der Kölnischen Rundschau diesmal vor der Clara-Fey-Schule gelandet.
WebbewerbFlying Balls der Marienschule Euskirchen sind Regionalmeister

So sehen Sieger aus: Die Flying Balls der Marienschule haben beim Webbewerb der Kölnischen Rundschau den Titel des Regionalmeisters errungen.
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Sie haben es geschafft. „Endlich“, sagt Lehrer Stephan Krantz. Er ist Lehrer an der Marienschule Euskirchen und freut sich, dass sein Informatikkurs in der Klasse 10 sich Regionalmeister beim Webbewerb der Kölnischen Rundschau nennen darf.
Doch warum „endlich“? „Weil wir in den vergangenen Jahren gegen die Clara-Fey-Schule immer den Kürzeren gezogen haben“, erklärt Krantz. In diesem Jahr habe es endlich mal geklappt, die Nase vorn zu haben.
Webbewerb: Marienschüler machen virtuelle Tour durch das Anne-Frank-Haus
Und das in einem Jahr des Webbewerbs, der laut Krantz die eine oder andere Stolperfalle bereitgehalten hat. Dem Lehrer, aber auch Schüler Alex ist vor allem eine Frage in Erinnerung geblieben: Wie viele Aktenordner in einem Regal im Anna-Frank-Haus in Amsterdam verdeckten die Tür zum Versteck im Hinterhaus?
„Wir haben erst auf herkömmliche Art recherchiert, sind aber nicht fündig geworden. Letztlich haben wir einen virtuellen Rundgang durch das Haus gemacht und die Aktenordner im Regel gezählt“, berichtet Schüler Alex. Das sei allerdings alles andere als einfach gewesen, weil man sich leicht habe verzählen können.
Als Regionalmeister freuen sich die Gymnasiasten über 250 Euro
Letztlich stimmte die Antwort auf die Frage aber, denn die Flying Balls, so der Teamname der Marienschüler, hatte alle Fragen richtig beantwortet. Und sich damit den Titel des Regionalmeisters gesichert. Dafür gab es nicht nur das Lob von Lehrer Krantz und Schulleiter Michael Mombaur, sondern auch anerkennende Worte von Christoph Heup, Leiter der Lokalredaktion der Kölnischen Rundschau im Kreis Euskirchen. „So wie ihr die erste Hürde gemeistert habt – das ist schon aller Ehren wert“, sagte er.
Mit Blick auf die immer größer werdende Zahl an Fake News, mit der sich auch das Team der Redaktion tagtäglich auseinanderzusetzen habe, sei eine gesicherte Recherche immens wichtig. Ähnlich wie in der Schule, in der Programme mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ganze Hausarbeiten für einen schreiben, dürfe man vor der KI auch im Journalismus nicht die Augen verschließen.
Euskirchener Redaktionsleiter der Kölnischen Rundschau drückt Schülern die Daumen
Allerdings - ähnlich wie bei Fake News und damit der Recherche - müsse man wegen der KI im Netz besonders kritisch sein. Fotos könnten Dinge zeigen, die es so gar nicht gegeben hat, sondern nur am Computer entstanden sind, erklärte der Redaktionsleiter den Schülern. So etwas zu erkennen sei eine Herausforderung des modernen Journalismus.
Aber ohne Druck ging es dann doch nicht. „Jetzt seht auch zu, dass ihr das Ding nach Euskirchen holt“, gab der Redaktionsleiter den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Ob das mit dem „Ding“ auch klappt, entscheidet sich bereits am Dienstag, 28. November.
Doch auch der Titel des Regionalmeisters hat sich für die Klasse von Stephan Krantz bereits gelohnt. Aus den Händen von Udo Becker, Vorstandsvorsitzender bei Kreissparkasse Euskirchen, erhielten die Schüler einen symbolischen Scheck in Höhe von 250 Euro.
Der Finalsieger erhält 1500 Euro, der Zweite 1000 Euro, der Dritte 500 Euro und alle weiteren Plätze 250 Euro. Sollten die Flying Balls nun also wirklich die Nase vorhaben, dann haben sie nicht nur erstmals die Clara-Fey-Schule hinter sich gelassen, sondern vielleicht ist dann mit dem Preisgeld auch eine Fahrt nach Amsterdam drin – zum Anne-Frank-Haus.
