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„Glow Star“Rennpferd galoppiert trotz Beinbruch

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„Glow Star“ kann wieder Rennen laufen.

Müggenhausen – Der achtjährige Fuchs, den Rennreiterin Sabrina Wandt aus der Box im Rennstall Recke holt, hat schon zweimal Situationen erlebt, die für ein Rennpferd ziemlich sicher das Aus bedeutet hätten. Doch „Glow Star“, der Wallach aus Argentinien, hat zweimal unverschämtes Glück gehabt. Denn obwohl sich „Glow Star“ zweimal Beinbrüche zugezogen hat, steht der Galopper heute wieder sicher auf seinen vier Hufen. Mehr noch: Heute läuft das Rennpferd wieder Rennen und bringt seinen Besitzern hin und wieder sogar Siegprämien ein. Wie vor wenigen Tagen in Bad Harzburg, wo der Wallach, geritten von Jockey Maxim Pecheur, über 1550 Meter Distanz der Konkurrenz davonlief und den Besitzern 1300 Euro und einen gut gefüllten Präsentkorb einbrachte.

„Glow Star“ wird im Rennstall des Weilerswister Galoppertrainers Christian von der Recke trainiert und ist mittlerweile im Besitz der renommierten Pferdeklinik Burg Müggenhausen. Der Galopper, der zunächst in Argentinien erfolgreich Rennen lief, dann nach Dubai verkauft wurde und von dort über England aufs europäische Festland gelangte, hatte für seinen ersten deutschen Besitzer bereits Siege erzielt, bevor er sich im Training den linken Vorderlauf brach.

Bei Beinbruch eigentlich nicht zu retten

Normalerweise ist ein Hochleistungspferd mit einer derartigen Verletzung nur sehr selten zu retten. Doch in diesem Fall vertraute der Besitzer auf die Kunst der Tiermedizin. Tierärzte operierten den Bruch und stabilisierten die Stelle mit Schrauben. Nach angemessener Schonfrist konnte „Glow Star“ wieder laufen und an Rennen teilnehmen.

Doch der Fuchs aus Südamerika schien vom Pech verfolgt, wie Trainier Christian von der Recke erzählt, der das Tier auch im Auftrag der damaligen Eigentümer betreute. „Plötzlich lahmte ,Glow Star’ auf der rechten Hinterhand. Und beim Röntgen in der Pferdeklinik stellten Dr. Thomas Weinberger und seine Kollegen fest, dass ,Glow Star’ den rechten Oberschenkel gebrochen hatte. Eine zweite Operation wäre zu teuer geworden, das Risiko wäre für das Tier wäre auch recht groß gewesen“, so die Einschätzung des erfolgreichen Galopper-Trainers.

Doch die Tierärzte in Müggenhausen wussten Rat: Man könne „Glow Stars“ Verletzung vielleicht heilen, wenn man das Tier in einem „Swing Lifter“ aufhänge und so den gebrochenen Oberschenkel während der Heilungsphase entlaste.

Der Galopper wechselte den Besitzer, die Pferdeklinik Burg Müggenhausen wurde nun Eigentümer des Pferdes, das jetzt sechs Wochen lang unter ärztlicher Beobachtung im „Swing Lifter“ halb stehend und halb hängend sein Dasein fristete. Solange, bis „Glow Star“, der zur Kontrolle des Heilungsprozesses wöchentlich geröntgt wurde, genesen war und wieder am Training teilnehmen konnte. Im Frühling dieses Jahres war es wieder soweit für den Wallach. Unter Rennreiterin Sabrina Wandt trat „Glow Star“ in Neuss an und schlug sich wacker, erreichte aber nur einen sechsten Platz. Doch jetzt, bei der Rennwoche in Bad Harzburg, zu der Christian von der Recke mit 15 Pferden angereist war, schlug sich „Glow Star“ exzellent und dankte seinen Besitzern die ausgezeichnete Behandlung in der Pferdeklinik sowie das fein abgestimmte Training im Rennstall Recke auf der Sandbahn des Hovener Hofs. Bislang hat „Glow Star“ in seiner Karriere 19 082 Euro an Sieg- und Platzgeldern bei 21 Starts erzielt, bei denen er sechs Mal die Nase vorn hatte.