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Hochwassergefahr in KirchheimWasser kann nicht um den Ort herum geleitet werden

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Hochwasser. Symbolbild.

Euskirchen-Kirchheim – Vor rund einem Jahr liefen nach heftigen Regenfällen in einigen Euskirchener Außenorten die Keller voll – auch in Kirchheim. Die SPD bat die Verwaltung zu prüfen, ob ein Anlegen von Vorflutergraben oberhalb Kirchheims und das Vorbeiführen des Regenwassers um den Ort möglich sei, um die Kanalisation zu entlasten.

Zum einen, so der Euskirchener SPD-Fraktionschef Josef Schleser im Tiefbauausschuss, sei das Kanalsystem nur auf fünfjährliche Regen-Ereignisse ausgelegt, zum anderen sei der felsige Boden nicht versickerungsfähig: „Billig zum Beispiel hat eine ähnliche Hanglage.“ Dort sei das Problem unter anderem durch neue Gräben gelöst worden, die um die Ortslage herum führen.

Hohe Kosten

Laut Technischem Beigeordneten Oliver Knaup könne das Wasser in Kirchheim nicht um den Ort geleitet werden. Er sei viel größer als Billig, und man habe dort teils bestehende Gräben benutzt. Zudem müsse man sich an die Gemarkungen halten: „Selbst wenn man in Kirchheim ein System schafft, muss das Wasser hinter dem Ort aufgefangen werden.“ Leite man es unterhalb Kirchheims in den Flammerbach, würde das Wasser nach Flamersheim weitergeleitet.

„Für viele Kirchheimer war es das erste Mal, dass sie innerhalb von 50 Jahren Wasser im Keller hatten“, so Knaup. Es sei fraglich, ob man für ein „50-jährliches Ereignis“ eine siebenstellige Summe in die Hand nehmen solle: „Das kann die öffentliche Hand irgendwann nicht mehr leisten.“ Vielleicht müsse jeder Einzelne sein Grundstück selber schützen. „Wir werden noch etwas im Rahmen des Generalentwässerungsplans tun“, sagte er. So würden größere Kanalrohre verwendet.

„Das ist ein Problem, für das wir keine Lösung haben“, resümierte Michael Stabel (SPD) resigniert. (mjo)