Nach der FlutFeuerwehr-Neubau in Kall wird rund zehn Millionen Euro kosten

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Massive Schäden hatte die Flut am Kaller Feuerwehrgerätehaus angerichtet. Nun wird ein Neubau geplant.

Kall – Dass auch der Löschzug Kall nach der Flutkatastrophe nicht nur großen Zuspruch, sondern auch einen starken Zuwachs bekommen hat, wurde beim Kameradschaftsabend deutlich. Der Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Kall, Harald Heinen, hatte alle Hände voll damit zu tun, die jungen Männer und Frauen, die nach der Flut in den Löschzug eingetreten waren und nun Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen hatten, zu befördern. Derzeit warten die Kaller Feuerwehrleute auf den Neubau ihres bei der Flut stark in Mitleidenschaft gezogenen Gerätehauses.

Dazu berichtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser, dass sich die Gemeinde um einen zügigen Neubau bemühe, der mit Ausgaben von rund 7,3 Millionen Euro aus Mitteln des Wiederaufbaus veranschlagt sei. Dazu komme noch der Eigenanteil der Gemeinde zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro. Zudem wies Esser auf das aufwendige, aufgrund des Volumens europaweite Ausschreibungsverfahren hin.

Eine modulare Bauweise, wie sie derzeit bei den Häusern am Bahnhof praktiziert werde und die Bauzeit um mehr als Hälfte verkürze, könne eventuell auch für das neue Gerätehaus interessant sein. Sobald der Planer einen ersten Entwurf vorlege, werde die Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr in das weitere Vorgehen eingebunden. Nach der Genehmigung des Bauantrags könne es dann sehr schnell mit der Realisierung gehen.

Ersatzbeschaffungen der Fahrzeuge

Esser sieht die Gemeinde vor vielen finanziellen Herausforderungen wie die Ausstattung der Kindergärten, die Bleisanierung der Spielplätze und die Digitalisierung in den Schulen. Während die jährliche Feuerschutzpauschale des Landes für die Gemeinde mit 50.000 Euro fast unverändert sei, seien die Preise für Löschfahrzeuge in den vergangenen zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen – dennoch werden die Ersatzbeschaffungen weiterhin durchgeführt, wie Esser berichtete.

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Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen standen beim Kaller Löschzug auf der Tagesordnung.

Nach der Flut konnte die Kaller Feuerwehr 16 Neuzugänge verbuchen. „Die Feuerwehr in Kall ist weiblicher geworden“, sagte Heinen. Mit Mirah Hoener, Lea und Jana Kurtensiefen sowie Lena Friedrichs konnte er gleich vier Anwärterinnen zu Feuerwehrfrauen befördern. Felix Mertens, Kevin Ließen, Jonas Dreßen, Erik Heinen und Hubertus Klinkhammer wurden zu Feuerwehrmännern befördert.

Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen in Kall

Oberfeuerwehrmänner nennen dürfen sich nun Benedikt Müller, Christian Wirtz, Nico Darowski und Florian Friedrichs. Alexander Lang wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert, Andreas Höger und Michael Knie zu Oberbrandmeistern. Ihre Ernennung zu Gerätewarten erhielten Lukas Keutgen und Michael Knie. Schriftlich haben nun auch Jugendwart Stefan Horbach und dessen Stellvertreterin Sabrina Friedrichs ihre Ernennungen zur Leitung der Jugendfeuerwehr des Löschzugs.

Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Hauptbrandmeister Georg Lünebach das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe. Die gleiche Auszeichnung in Gold übergab Harald Heinen dem Unterbrandmeister Herbert Kohlgraf, der auf eine 50-jährige Mitgliedschaft zurückblicken kann.

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