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Gastro-TippMaik Biedermann eröffnet in Kall-Steinfeld die alte Abtei mit deutscher Küche

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Blick auf die Fassade des Hauses mit dem Schild „Zur alten Abtei“ über der Tür.

Das Restaurant Zur alten Abtei war mehr als zwei Jahre lang geschlossen.

In verschiedenen Hotels und Restaurants hat Maik Biedermann gekocht. In der alten Abtei in Steinfeld wird er jetzt sein eigener Chef.  

Nach mehr als zwei Jahren kommt wieder Leben in das Gasthaus Zur alten Abtei in Steinfeld. Maik Biedermann eröffnet dort am 1. September sein eigenes Restaurant. „Ich bin Vollblutgastronom und erfülle mit damit einen Lebenstraum“, erklärt der gelernte Koch.

Der gebürtige Mechernicher ist in der Region gastronomisch gesehen kein Unbekannter. 2008 hatte er nach eigenen Angaben eine Ausbildung in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Sylt begonnen und anschließend in der Schweiz, in Frankfurt und in Hamburg gearbeitet. „2016 bin ich zurück in die Eifel gekommen und habe im Hotel Friedrichs und im Brauhaus in Gemünd und im Restaurant Joode Honger in Hellenthal gearbeitet“, erzählt der 36-jährige Vater von drei Mädchen und zwei Jungs. Gastronomie sei seine Leidenschaft. Deshalb habe er sich jetzt entschlossen, sich selbstständig zu machen. Biedermann lebt mit seiner Familie in Hellenthal.

Restaurant in Steinfeld war mehr als zwei Jahre geschlossen

Die alte Abtei war 1804 als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes gebaut worden. Später wurde daraus eine Gastwirtschaft. In den vergangenen gut zwei Jahren war das Restaurant geschlossen gewesen. Der Gasthof hat rund 50 Innen- und 40 Außenplätze.

Maik Biedermann steht am Herd mit drei großen Kesseln.

Die großen Kessel stehen bereit. Maik Biedermann kann die Eröffnung kaum noch erwarten.

Das Foto zeigt mehrere Tische, auf denen Besteck schon bereit liegt.

Der Gasthof bietet Platz für rund 50 Gäste. Die Tische für die Besucher sind schon gedeckt.

Auf der Speisekarte stehen Schnitzel, Rump- und Schweinerückensteaks und Filets vom Duroc-Schwein. „Die Schnitzel gibt es alle auch in einer vegetarischen Variante“, sagt der Koch. Zwei Fischgerichte, wechselnde Suppen, Salate und eine kleine Kinderkarte runden das Angebot ab. Die Desserts: Crème brûlée, Waldfruchtparfait oder ein Duett von dunkler und weißer Mousse au Chocolat.

„Zusätzlich gibt es Tagesgerichte wie Dicke Bohnen mit Speck oder Schweinshaxe mit Sauerkraut und saisonale Angebote. Die Gäste sollen Abwechslung geboten bekommen“, sagt Biedermann, der auf frische Zutaten setzt: „Alles wird selbst gemacht, ich verwende keine Convenience-Produkte. Nur die Pommes kommen aus der Tüte.“ Das Fleisch beziehe er von einem Metzger aus Gemünd. Die Preise für einen Hauptgang liegen zwischen 16 und 31 Euro.

Gasthof samt Küche und Nebenräumen auf Vordermann gebracht

Zu trinken gibt es drei frisch gezapfte Biersorten, vier Cocktails sowie Schnäpse, Aperitifs, Softdrinks und verschiedene Heißgetränke. Zwei Kellnerinnen, eine Spülhilfe und einen Minijobber unterstützen Biedermann. Ehefrau Julia soll nur in Notfällen helfen. Geöffnet hat die alte Abtei montags bis sonntags, 12 bis 22 Uhr, donnerstags ist Ruhetag.

In den vergangenen Wochen wurde der Gasthof samt Küche und Nebenräumen auf Vordermann gebracht. „Meine Frau hat einige Putzeimer gebraucht.“ Küche, Gastraum Theke: Alles musste geschrubbt und gewischt werden.

Dass gleich nebenan in der Klosterschänke italienisch-mediterrane Gerichte angeboten werden, ist für Biedermann kein Problem: „Wer Pizza und Pasta will, geht rüber, wer deutsche Gerichte mag, kommt zu mir.“ Er habe einen guten Kontakt zu der Familie, die die Klosterschänke betreibt.

„Ich habe durch meine vorherigen Stationen einen hohen Bekanntheitsgrad. Viele wissen, wie ich koche, und kennen meine Gerichte“, sagt der Familienvater. Biedermann ist optimistisch, dass diese „alten Bekannten“ ihm auch in der alten Abtei die Treue halten. Außerdem hofft er auf Besucher der Klosteranlage und auf Tagungsgäste. „Für den Eröffnungstag am 1. September haben wir bereits 68 Reservierungen. Meine Schwester und mein Bruder werden anreisen und mich unterstützen“, erzählt Biedermann.