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Als Alternative zum TennisTurnverein Kall bietet einen Schnupperkurs für Pickleball an

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Ein junger Mann schlägt mit einem Pickleball-Schläger nach einem gelben Ball.

Pickleball kann Anfang September beim TV Kall ausprobiert werden.

Mit Pickleball präsentiert der Turnverein Kall eine Alternative zum Tennis. Der Landessportbund hatte den Verein darauf aufmerksam gemacht.

Neben Padel im Aktivpark wird in Kall bald eine weitere neue Trendsportart angeboten, die mit dem Tennis verwandt ist. Es handelt sich um Pickleball, das am Mittwoch, 2. September, ab 19 Uhr vom Turnverein Kall präsentiert wird.

„Pickleball ist ein Rückschlagspiel, das die Elemente von Tennis, Tischtennis und Badminton verbindet“, erklärt der zweite Vorsitzende des TV Kall, Richard Fremerey. Der Sport ist Mitte der 1960er-Jahre in den USA entstanden und erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit.

Pickleball kann in Sporthallen oder auf Hartplätzen gespielt werden. Voraussetzung ist ein Badmintonfeld mit einem leicht modifizierten Tennisnetz. Benötigt werden zudem feste Schläger aus Holz oder Verbundwerkstoffen und ein leichter Kunststoffball mit Löchern. „Die Bälle sind sehr stabil in der Flugbahn“, berichtet der zweite Vorsitzende. Hinzu kommt, dass die Fluggeschwindigkeit des Balls etwas niedriger ist als beim Tennis. Pickleball kann man im Einzel oder auch als Doppel spielen: „Es ist auch relativ leicht zu lernen.“

Tennisspielern fehlt im Winter eine Trainingsmöglichkeit

„Die Idee für ein neues Angebot ist schon vor rund eineinhalb Jahren im Vorstand aufgekommen“, erklärt der stellvertretende Vereinschef des TV Kall, Richard Fremerey. Durch eine Werbung des Landessportbunds sei man dann auf Pickleball aufmerksam geworden. Anschließend habe man im Internet nähere Informationen gesammelt.

Intensiviert worden seien die Gedanken, nachdem festgestanden habe, dass der Aktivpark Kall seine Tennisplätze zu Padelplätzen umbaue: „Deshalb haben wir nach einer Alternative für unsere Tennisspieler und vor allem für die Jugendlichen gesucht, die jetzt im Winter nicht mehr trainieren können.“

Über zwei Außenplätze sollte eine Halle gebaut werden

Zuerst habe der Vorstand darüber nachgedacht, eine Halle über zwei Außenplätze zu bauen. „Das ist aber bei Kosten von 600.000 bis 700.000 Euro nicht finanzierbar“, sagt Fremerey. Deshalb habe man nach anderen Lösungen gesucht. Die Mitglieder der Tennisabteilung hätten dann signalisiert, dass Pickleball eine Alternative sein könne. Der Vorstand habe daraufhin Schläger und Bälle sowie ein Netz gekauft und ein Testspiel absolviert.

Für alle Generationen Pickleball eigne sich für junge und auch für ältere Spieler. „Im Vergleich zu Padel bietet Pickleball für uns als Verein einige Vorteile. Weil auf einem Badmintonfeld gespielt wird, brauchen wir keine zusätzlichen Linien“, so der zweite Vorsitzende. „Außerdem werden keine zusätzlichen Wände benötigt.“ Nur die Netze habe der Verein kaufen müssen. Auch das weitere Equipment – unterschiedliche Schläger und Bälle – werde vom Verein gestellt.

„Der Badminton-Landesverband hat uns angeboten, zwei Trainer für ein Schnuppertraining vorbeizuschicken. Wenn die Mitglieder Interesse haben, will auch einer unserer Tennistrainer eine Ausbildung zum Pickleballtrainer absolvieren“, so Fremerey. Interessierte können sich am 2. September in der Sporthalle des Berufskollegs Eifel selbst ein Bild von der neuen Sportart machen.