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Kampf gegen LeerstandArbeitsgruppe soll Konzept für attraktiveres Gemünd erstellen

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Die Fußgängerzone in Gemünd soll attraktiver werden. Ein entsprechendes Konzept will eine Arbeitsgruppe erstellen.

Schleiden-Gemünd – In der Gemünder Innenstadt gibt es mittlerweile zahlreiche leerstehende Ladenlokale. Höchste Zeit, so die FDP-Stadtratsfraktion, sich Gedanken darüber zu machen, was man dagegen tun und wie man den Bereich attraktiver gestalten kann.

Leerstand in Gemünd: Arbeitsgruppe soll Ideen dagegen entwickeln

Der Schleidener Stadtentwicklungsausschuss entschied nach einigen Diskussionen, dass die Arbeitsgruppe Wirtschaftsförderung und Tourismus ein entsprechendes Konzept als roten Faden für die künftige Entwicklung erstellen soll.

Die Liberalen hatten beantragt, ein Zukunftskonzept für die Gemünder Innenstadt in Auftrag zu geben. Matthias Müller (FDP) nannte als mögliche Attraktivierungsmaßnahmen eine einheitliche Gestaltung der Außengastronomie oder ein grünes Band, das sich durch die Innenstadt von Gemünd ziehe.

Arbeitsgruppe Wirtschaftsförderung Mitglieder

Alle Parteien und Gruppierungen aus dem Schleidener Stadtrat sind in der Arbeitsgruppe Wirtschaftsförderung und Tourismus vertreten. Fünf Mitglieder kommen von der CDU, je zwei von FDP und SPD und je einer von den Grünen und der UWV. (wki)

Die geplante Ansiedlung eines Rewe-Vollsortimenters am Hermann-Kattwinkel-Platz sei für Gemünd und das gesamte Stadtgebiet ein großer Erfolg. Darauf dürften sich die Verwaltung und der Stadtrat jetzt aber nicht ausruhen. Die bereits beschlossene finanzielle Förderung für Mieter von Ladenlokalen sei nur ein erster Schritt.

Corona könnte Leerstand in Gemünd vergrößern

Gemünd habe bereits jetzt einige leerstehende Geschäfte, die Corona-Pandemie werde diese Entwicklung noch verschärfen. Insbesondere in der Fußgängerzone in der Dreiborner Straße müsse aber ein flächendeckender Leerstand unbedingt verhindert werden.

Für Petra Freche (Grüne) und Patrick Schöneborn (SPD) war die Stoßrichtung des Antrags unklar. „Auf keinen Fall sollte wieder viel Geld für ein Planungsbüro ausgegeben werden“, forderte Freche. Wolfgang Laukart (CDU) erklärte: „Wir brauchen nicht noch ein teuer eingekauftes Konzept. Es liegen noch einige in den Schubladen herum.“

Es sei völlig ausreichend, wenn sich die Verwaltung unter Umständen mit Unterstützung einer Hochschule mit dem Thema befasse.

Schleiden-Gemünd: Bisher kein konkretes Konzept zur Innenstadtbelebung vorhanden

Dieser Meinung schloss sich Beigeordneter Marcel Wolter an: „In den vergangenen Jahren wurden für Gemünd Planungen wie das Tourismuskonzept, die Hotelstandortanalyse sowie das Stadtentwicklungs- und das Kurparkkonzept erstellt.“ Die würden in Teilen ineinander übergreifen und seien partiell auch bereits umgesetzt worden.

„Aber ein konkretes Konzept zur Attraktivierung und Belebung der Innenstadt ist bislang noch nicht erstellt worden“, betonte Wolter: „Das wäre auch für uns als Verwaltung sehr hilfreich.“

Einige Vorschläge zur Belebung der Fußgängerzone, so der Beigeordnete, seien bereits bei der Umgestaltung der Dreiborner Straße und bei der neuen Platzgestaltung an der Alten Schule berücksichtigt worden.

Aber aktuelle Einflüsse durch die derzeit laufende Umgestaltung des Nepomuk-Platzes, die Veränderungen im Einzelhandel sowie die geplante Ansiedlung eines Rewe-Marktes am Hermann-Kattwinkel-Platz seien in den Konzepten natürlich nicht enthalten.

Schleiden-Gemünd: Was gehört eigentlich zur Innenstadt?

„Wir müssen zum Beispiel auch einmal festlegen, welche Bereiche genau zur Innenstadt gehören“, sagte Wolter. Außerdem müsse klar die Zielrichtung definiert werden. Dabei, so Wolter, müssten Bausteine der Stadtentwicklung ebenso berücksichtigt werden wie ein Parkleitsystem, die ÖPNV-Anbindung und Nutzungsmöglichkeiten beispielsweise als Außenflächen für die Gastronomie.

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Weitere Faktoren seien der Einzelhandel, die Lebensmittelversorgung, die Fassadengestaltung und die Anbindung an den Kurpark.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Ingo Pfennings soll sich nun die AG Wirtschaftsförderung und Tourismus mit dem Thema befassen (siehe auch „Arbeitsgruppe). Ob ein externes Büro oder andere Akteure wie Hochschulen eingebunden werden, sei in erster Linie von der Zielrichtung des Konzepts abhängig, erklärte der Bürgermeister.