Abo

Kessenicher StraßePolizei ermittelt nach Großbrand in Euskirchener Lagerhalle

2 min

Euskirchen – Nach dem Brand der Lagerhalle einer Blumenhandlung an der Kessenicher Straße am Aschermittwoch ist die Brandursache noch immer nicht klar. Gestern wollte sich der Einsatzleiter der Feuerwehr, Brandoberinspektor Markus Neuburg, ebenfalls nicht festlegen. Das Feuer sei im Bereich eines Wohnraums , der an die Lagerhalle grenze, ausgebrochen, und habe sich von dort durch die Balkendecke in den Spitzboden der Lagerhalle ausgebreitet.

Zwei komplette Löschzüge sowie zwei zusätzliche Löschgruppen mit zusammen rund 70 Einsatzkräften löschten an zwei Einsatzabschnitten. Nach Ende der Löscharbeiten, so Neuburg „haben wir mit einer Wärmebildkamera die Einsatzstelle gescannt und festgestellt, dass tatsächlich alle Glutnester gelöscht waren.“ Bei den Löscharbeiten habe ein Atemschutzgeräteträger infolge der Hitze unter der Einsatzkleidung einen Anfall von Kreislaufschwäche erlitten und sei vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, wo er aber nach kurzer Zeit schon wieder als kreislaufstabil entlassen werden konnte.

Die Lagerhalle, in der auf dem Zwischenboden unter dem Dach Gärtnereibedarf, Trockenkränze und die Ersatzreifen der Firmenwagen gelagert waren, sei einsturzgefährdet. Denn wegen des Löschwassereinsatzes seien Teile der Zwischendecke heruntergekommen, sagte Neuburg. Die Polizei habe die Brandstelle beschlagnahmt, um ihre Ermittlungen aufnehmen zu können. Zur Schadenshöhe wollte der Feuerwehreinsatzleiter keine Angaben machen: „Das kann ich nicht schätzen.“ Es sei aber gelungen, die Wohnungen an der Kessenicher Straße zu schützen. Die Polizei teilte gestern mit, der Schaden werde auf mehrere 10 000 Euro geschätzt.