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Kloster SteinfeldAuszeit für Pater Bernhard

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Provinzial Pater Hubert Veeser.

Steinfeld – Immer wieder sind Gerüchte zu hören, dass die Salvatorianer Steinfeld verlassen und über kurz oder lang auch Internat und Schule auslaufen. Solche Pläne gebe es nicht, so Provinzial Pater Hubert Veeser, Chef aller 75 Salvatorianer in Deutschland. Auch Pater Peter Daubner, Superior in Steinfeld, hat schon so manches Gerücht gehört. Er könne die Befürchtungen mancher Menschen sogar nachvollziehen, weil bekannt sei, wie wenig Salvatorianer noch in Steinfeld lebten. Derzeit sind es zwölf. Dass Pater Bernhard Fuhrmann, der in Kürze 68 Jahre alt wird, seine jahrzehntelange Arbeit als Internatsleiter, Verwalter und Geschäftsführer beendet habe, habe die Gerüchte nun wieder angeheizt.

Fakt ist, dass die Unterhaltung eines Kloster-Komplexes wie in Steinfeld teuer ist. In den vergangenen Monaten hat man bereits begonnen, neue Wege zu gehen. Als der Orden die Schließung des Internats beschlossen hatte, sprang ein neu gegründeter Elternverein als Träger des Internats in die Bresche. Auch wenn noch keine konkreten Projekte geplant sind, steht für die Klosterleitung fest, dass derartige Partnerschaften eine Option für die Zukunft sind. Auch in weiteren Feldern wollen die Steinfelder Salvatorianer laut Veeser und Daubner Kooperationen eingehen.

Die Salvatorianer wollen dem scheidenden Pater Bernhard  Fuhrmann für sein   Engagement danken. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 2. Dezember, um 11.30 Uhr in der Basilika statt. Anschließend lädt Provinzial Pater Hubert Veeser   zu einer Begegnung im Kreuzgang ein. (bk)

Gestern stellte sich zunächst Fuhrmanns Nachfolger in der Geschäftsführung vor: der 48-jährige Pater Lambertus Schildt. Er wird neben seiner Tätigkeit in Steinfeld weiterhin als Provinzprokurator der Deutschen Salvatorianer tätig sein. Pater Hubert sprach von einem „bedeutsamen Personalwechsel“. Pater Bernhard sei lange Zeit „das Gesicht“ des Klosters gewesen. 1981 begann er als Erzieher im Internat, 1986 wurde er Prokurator und 1989 übernahm er zusätzlich die Internatsleitung. Von 2001 bis 2009 arbeitete er auch als Prokurator der Norddeutschen Provinz der Salvatorianer. 2009 wurde mangels Personal die Aufteilung in die Nord- und Süddeutsche Provinz aufgelöst. Seitdem gibt es nur noch die Deutsche Provinz der Salvatorianer.

Pater Hubert verriet gestern, dass Pater Bernhard zunächst eine Auszeit von einem Jahr nehmen wolle. Und Steinfeld verlassen werde. Wahrscheinlich ziehe es ihn nach Irland – ein Land, für das er eine Vorliebe habe und wo es auch Salvatorianer gebe. Möglicherweise ziehe es ihn aber auch in die USA.

Der spätberufene Pater Lambertus Schildt kam nach seiner Priesterweihe 2007 nach Steinfeld. Bis 2010 leitete er das Gästehaus. Dann ging er nach München, um die Verwaltungen der beiden Provinzen zusammenzuführen.